Sonntag, 5 of September of 2010

Tag » Amt

Kisten packen …

Der Countdown läuft - nur noch weniger als 72 Stunden bis zum Start der Baja Saxonia (www.baja-saxonia.de)!

Jetzt heißt es Kisten packen: Zelt, Schlafsack, Isomatte, (warme…) Klamotten, Werkzeug, diverse Ersatzteile, Arbeitskombi, Taschen-, Stirn- und Zeltlampen, allemöglichen Ladegeräte und Netzteile für Notebook und Kamera, etwas Marschverpflegung und so weiter und so weiter. Garantiert fehlt am Ende irgendetwas, was dringend gebraucht wird.

Auf Anraten einiger “alter Baja-Hasen” haben wir uns noch einen neuen Kompass zugelegt und uns am Wochenende mit trigonometrischen Funktionen, Marschrichtungszahlen und ähnlichen Spielchen der Navigation mit Karte und Kompass befasst, die irgendwie an ganz lange vergangene Zeiten zwischen GST und NVA erinnert haben. Apropos Karte - im Gegensatz zur militär-sozialistischen Vergangenheit haben wir ja jetzt zum Glück solche glorreichen Segnungen wie digitale Satellitenkarten, die man sich einschließlich der aktuellen GPS-Position bei Gelegenheit oder im Notfall auch bei Orientierungsverlust im Fahrzeug auf den Blackberry downloaden kann. Vorausgesetzt man hat ausreichend guten Mobilfunkempfang. Aber lieber einige Sekunden für eine gute Standortermittlung einschließlich Kartendownload investieren, als Minuten oder gar Stunden während einer Irrfahrt durch den Tagebau verlieren. Nun ja, wir werden sehen …

Starken Rückenwind für unser Unterfangen gibt uns dabei auch die in der letzten Woche erhaltene Zusage der Sparkasse Leipzig, die uns in diesem Jahr als weiterer Partner und Sponsor unterstützen wird. In einer Zeit in der fast alle über Krise, Staats- und Bankenpleiten reden ist das mehr als eine gute Nachricht!

Ach so, da war noch das Thema Finanzamt und Kfz-Steuer aus dem letzten Beitrag offen: die Vorstellung unseres Rallye-Busses - der zumindest zulassungstechnisch ein LKW ist - beim Finanzamt vor einigen Tagen hat ergeben, dass der LKW auch als LKW versteuert wird. Da freut man sich doch, wenn das eine Amt an das glaubt, was das andere Amt schriftlich festgelegt hat. Dies soll ja nicht immer so ein. Und ich staune, worüber man sich eben so freut in diesen Zeiten.

Aber am meisten freuen wir uns auf das kommende Wochenende und dass es dann bei der Baja Saxonia ordentlich rund geht im Tagebau!

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Der Amtsschimmel wiehert

Die Story mit der schönen neuen Hecktür ist noch nicht ganz zu Ende. Der Toyo benötigt ein neues Kennzeichen, denn das alte “Kuchenblech” passt jetzt nicht mehr an die neue Tür wie man hier sehen kann.

Also “Kuchenblech” einstecken - wir wollen ja nicht gleich mit dem hochgerüsteten Toyo, dessen Umbauten noch nicht alle geTÜVt sind, auf den Amtshof rollen - und auf geht’s zur 25km entfernten Zulassungsbehörde des Landratsamtes, eine Nummer im Warteraum ziehen, warten und für einige Euronen ein neues Nummernschild anfertigen und mit Siegel versehen lassen. Hatte ich leichtsinnig gedacht, keinerlei Gedanken dabei aber dem Amtsschimmel gewidmet.

Da sich seit der bereits einige Jahre zurück liegenden Zulassung des Toyos durch diverse Reformen der Name des Landkreises und damit die Bezeichnung der Behörde selbst geändert hatte, meinte der Amtsschimmel, dass auch das Siegel auf dem vorderen Kennzeichen geändert werden muss. Also: gehen Sie zurück auf LOS und ziehen Sie aber keine 4.000 EUR ein. Meint für Nicht-Monopoly-Kenner: 25km zurück nach hause fahren, vorderes Kennzeichen abbauen, 25km zurück zum Amt fahren, eine Nummer im Warteraum ziehen, warten und hoffen …

Final hat dann doch alles bestens geklappt - und war gar nicht so teuer. Es gab dann zu Hause nur noch die allseits beliebte Übung: Welches Kennzeichen kommt vorne und welches hinten dran? Zum Glück hat der Toyo ein rundes Auspuffrohr, womit die Eselsbrücke - das Kennzeichen mit dem runden Aufkleber kommt nach hinten - wieder funktionierte.

Und wieder ein erlebnisreicher Tag …

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