Samstag, 21 of Oktober of 2017

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Baja300

baja300-13-00Inzwischen ist die Baja300 Mitteldeutschland 2013 längst Geschichte. Einige Facebook-Verweigerer haben mich angesprochen wie sie denn war die Baja300: „wolltet Ihr da nicht fahren?“. In diesem Moment wurde mir schlagartig bewusst, dass der Blog hier überhaupt nicht up-to-date war! Im Gegensatz zu unserer Facebook-Seite, auf die wir aus dem Fahrerlager aktuelle Informationen und Bilder geladen hatten. Ich hatte in der Vergangenheit auch schon überlegt, ob neben Facebook dieser Blog hier überhaupt noch Sinn macht, schließlich ist es im Vergleich zu Facebook hier schon deutlich anstrengender, Texte und Bilder einzustellen. Geschweige denn interaktiv und zeitnah – also von unterwegs - diese Informationen mit anderen Usern zu teilen sowie Meinungen und Kommentare einzusammeln. Aber es mach doch Sinn und ich gelobe Besserung!

Im Umfeld der Baja300, sowohl davor als auch unmittelbar danach war so viel los, und ich beruflich heftig unterwegs, so dass leider keine einzige Minute Zeit für den Blog hier war. Nur wenige Stunden vor der Baja300 in Berlin von einem anstrengenden Business-Trip aus London zurück gelandet, ging es unmittelbar danach schon wieder weiter. Business as usual, mal zwischendurch eben kurz eine Schlamm-Rallye fahren mit allem Drum-und-dran! Raus aus dem feinen Zwirn, rein in die Rallye- und Schrauber-Klamotten. Und damit Du Dich nicht zu sehr daran gewöhnst, geht’s danach gleich wieder anders herum. Irgendwie ist das wie zwischen zwei Welten hin und her springen - schön aber auch anstrengend. Kleines Highlight und wirklich keine geringe Herausforderung beim Sprung zurück in die Business-Welt nach einem solchen Motorsport-Event: Hände und Fingernägel bitte wieder so sauber wie vorher! Das macht sich nicht gut im Hobbyschrauber-Styling im Kundenmeeting oder gar im Presseinterview zu sitzen …

Aber fangen wir mal von vorne an. Zum Glück hatte ich zahlreiche Wochenenden vor der Baja300 intensiv damit verbracht, unseren Service-Truck und den YellowRacer entsprechend vorzubereiten. So dass sich unser kleiner Konvoi am Himmelfahrtstag recht schnell in Richtung Tagebau in Bewegung setzen konnte. Dem Wetterbericht vertrauend hatte ich natürlich in Erwartung eines trockenen, schnellen Rennens die entsprechenden Reifen aufgezogen. Dies erwies sich unmittelbar bei Ankunft im Tagebau und der Sichtung erster Streckenabschnitte als großer Fehler. Im Fahrerlager steckten LKWs, Wohnmobile und andere Fahrzeuge im tiefschwarzen Schlamm fest und mussten anstrengend geborgen werden. Der Regen hatte alles hier unter Wasser gesetzt und in Erinnerung an vergangene Veranstaltungen sowohl hier im Tagebau oder auch in Polen schwante mir nichts Gutes. Scheinbar gibt es für uns nur die zwei Extreme: entweder die Strecke ist äußerst trocken und (lebensgefährlich) staubig wie in den vergangenen zwei Jahren oder das Rennen wird zur Schlammschlacht.

Dies bedeutete für uns gleich nach dem Aufbau unseres Zeltes und der Anmeldung im Rennbüro einen kompletten Radwechsel.: alle vier Räder und zwei Ersatzräder mit BFGoodrich Baja T/A Reifen gegen Räder mit BFGoodrich MT Reifen tauschen. Immerhin, gefroren haben wir danach erst mal nicht mehr. Und danach kam dann sogar für einige Minuten die Sonne raus! Nach der technischen Abnahme, die auf dem Marktplatz in Hohenmölsen fast volksfestähnliche Stimmung und Umsatzexplosionen bei den umliegenden Gasthäusern und Eisdielen aufkommen ließ, waren wir dann rennbereit und versprühten Optimismus für die kommenden zwei Renntage. Der hielt leider nur bis zu dem Zeitpunkt an, an dem dann unwetterartige Regeschauer und Sturmböen über dem Fahrerlager niedergingen und jede Hoffnung auf ein Abtrocknen der Strecke ertränkte. Es wurde immer feuchter und schlammiger und ganz nebenbei flogen auch noch Zelte in der Größe eines Zweifamilienhausen umher und begruben das eine oder andere Fahrzeug befreundeter Teams – zum Glück nicht unseres.

Nach ausreichend Schlaf ging es dann am Freitagmittag an den Start in die erste Wertungsprüfung. Sechs Runden á ca. 40 km galt es zu absolvieren, wobei besonders trickreich jede zweite Runde ein wenig anders angelegt war. Im Roadbook war alles bestens dokumentiert und wir wussten um die Problematik, trotzdem bogen wir in der vierten Runde falsch ab und wiederholten dummerweise die dritte Runde – dies kostete uns mindestens einen CP und damit eine Stunde Strafzeit! Verdammt, nur eine Sekunde nicht aufgepasst! Das uns das passieren muss! Na hätte ich mal nicht auf den Navigator gehört … ! Nein, ich glaube Peter hat sich in dem Moment noch mehr geärgert als ich und ich hatte genügend mit der schlammigen, rutschigen Strecke und einer extrem eingeschränkten Sicht aufgrund der schlammverschmierten Scheiben rundum zu tun. Blöd nur, dass uns dies gleich wenige Meter nach der falschen Abbiegung aufgefallen war, aber einfach umkehren und gegen die Strecke fahren war auch nicht drin. Das war mir zu gefährlich. Ich war froh, dass unser YellowRacer in dem Schlamm überhaupt meistens das machte, was ich von ihm wollte und nur manchmal Gas geben und pures Hoffen auf ein Vorankommen in die jeweils avisierte Richtung half. So kamen wir ganz gut voran, auch schien die Strecke von Runde zu Runde etwas abzutrocknen. Dafür waren einige Abschnitte schon extrem von den LKWs ausgefahren und uns half hier nur Lenkrad festhalten und maximales Drehmoment an alle vier Räder zu schicken. Erstaunlich, wie gut sich der YellowRacer durch den Schlamm grub!

Im Laufe der sechsten und letzten Runde merkte ich jedoch dann, dass sich der YellowRacer zunehmend schlechter Lenken ließ. Irgendetwas funktionierte nicht wie es sollte, jeder größere Stein oder andere Unebenheit riss mir das Lenkrad aus der Hand und verursachte eine gefährliche, plötzliche Änderung der Fahrtrichtung. Ich musste höllisch aufpassen, dass wir nicht von der Strecke kamen. Als wir dann endlich glücklich durchs Ziel rollten, war die Lenkung so fest, dass sich das Auto fast gar nicht mehr um irgendeine Kurve bewegen ließ. Aber immerhin, wir hatten die erste WP geschafft!

Und das gar nicht so schlecht! Als gegen Mitternacht die Ergebnisse veröffentlicht wurden, glaubte ich meinen Augen nicht - wir waren in unserer Klasse (T1, mache sagen dazu Profi-Klasse …) auf den dritten Platz gefahren. Mit nur 16 Minuten Rückstand auf den Zweiten (Gelder/Heimans auf Bowler Tomcat) und 1:13 auf den Ersten (Koepp auf Lennson CC). Und das alles mit einer Stunde Strafzeit aufgrund des verpassten CP’s. Heißt Platz zwei mit nur 16 Minuten Rückstand auf Platz eins wäre drin gewesen! Wenn … naja lassen wir das.

unser kleines Camp steht

nach der technischen Abnahme - noch ist er sauber …

dann ziehen Unwetter auf

Startaufstellung zur ersten WP (Foto 4×4 Club)

überall Schlamm! (Foto PDT Offroad)

matt braun anstatt glänzend gelb

Rangliste Klasse FIA T1 SCORE nach 1. WP

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Same procedure …

… as every year! Die Baja300 Mitteldeutschland rückt näher, die Tage sind gezählt – ja sogar die Stunden. Bis dahin ist wieder eine ganze Menge zu tun. Jedes Jahr dasselbe! Lange To-Do- und Checklisten sind abzuarbeiten: am, im und unter dem YellowRacer und darüber hinaus auch im Service-Truck. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass die Liste oben zwar von Tag zu Tag kürzer wird, aber unten kommt immer wieder was hinzu. Irgendwie gibt es immer noch was zu erledigen!

Philipp hat im Laufe des langen Winters einiges am YellowRacer repariert bzw. vorsorglich ausgetauscht: Bremsen, Kupplung, Anlasser, Lenkwelle und Antriebswellen sind nur einige der Baustellen, um die er sich professionell gekümmert hat. Und natürlich gab es da auch gleich noch die eine oder andere neue Idee, die jetzt noch auf meiner To-Do-Liste steht und die es noch bis Himmelfahrt abzuarbeiten gilt. Einige Beispiele gefällig? Bitte: Staubleuchte-Spezial gemäß dem Baja-Reglement, On-board-Kamera, RearView-Kamera (damit mir nicht wieder irgendein Bekloppter in die Seite kracht, weil ich ihn angeblich „stundenlang“ nicht vorbei gelassen hätte – obwohl er im Rückspiegel nicht zu sehen war!), Trinksystem, Luftansaugung optimieren, Kühlwasserbehälter ändern, Räder auswuchten und wechseln, Flüssigkeiten checken, einige kosmetische Verbesserungen und und und …

Und dann muss der Service-Truck noch zum TÜV (hoffentlich macht der keine Probleme!), alle Kisten, Werkzeug, Zelt, Betten usw. wieder eingeladen werden – ach ja, ich wollte ja noch da was am Aufbau ändern und dort was neues einbauen. Und ein Fenster soll auch noch in den Kofferaufbau hereinoperiert werden, damit die Herren des Teams in der First-Class Lounge frische Luft beim Schlafen bekommen. Sonst noch was?

Ach ja, die Logistik: wann holt, lädt, betankt und fährt eigentlich wer welches Fahrzeug? Der ängstliche Blick in den Kalender verrät mir, dass zwischen hektischem Business noch am Tage vor Himmelfahrt in London mit anschließend letztem Flug nach Berlin und geplanter Abfahrt des Rallye-Trosses zur Baja300 bei Leipzig nur wenige Stunden Zeit liegen. Wehe wenn da was schief läuft! Aber wir sind optimistisch, alles läuft nach Plan. Wie jedes Jahr.

Ach so, ich muss jetzt aber schnell zum Flieger …

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Baja300 MD - Stage 2

Zweiter Tag im Rennen um die Baja300 Mitteldeutschland. Zweiter Tag Staub und Hitze. Zweiter Tag im neuen YellowRacer. Zweiter Tag volle Konzentration. Zweiter Tag ohne Erbarmen fürs Popometer …

Zweiter Tag am Start zwischen zwei Konkurrenten, bereit zum ersten Dreikampf der Etappe um die ersten Kilometer und gleichzeitig um gute Sicht oder eben Staubwolke und Dreck voraus. Aber diesmal war ja der zweite Tag und wir wollten heute nach vorn. Somit gelang es mir spielend die zwei anderen Fahrzeuge rechts und links neben mir am Start stehen zu lassen, unser brüllendes AMG-Triebwerk schob uns kräftig an und wir hatten die ersten Kilometer die vor uns liegende Strecke für uns und somit ganz gute Sicht. Naturgemäß hielt dies nicht lange, als wir auf ein kurz vor uns gestartetes Fahrzeug aufschlossen, war es damit vorbei und wir kamen in den unschönen Genuss der vor dem Rennen lang und intensiv diskutierten, vom Reglement geforderten weißen Staubleuchten am Heck der vor uns fahrenden Fahrzeuge. Doch doch, die Forderung erschien uns jetzt vernünftig, die weißen Lichter voraus sah man deutlich besser als die üblichen roten Rückleuchten.

Die ersten zwei bis drei Runden entwickelten sich gut für uns, allerdings sahen wir die ersten ausgefallenen Fahrzeuge am Rand stehen. Dabei laufen dann immer gleichzeitig zwei durchaus widersprüchliche (Kurz-)Filme vor dem geistigen Auge ab: einerseits natürlich steigt die Hoffnung auf eine bessere eigene Platzierung, wenn als Favorit gehandelte bzw. in der Wertung weiter vorn liegende Teams ausscheiden. Andererseits fühlt man aber auch mit den ausgefallenen Teams und kann den Schmerz und die Enttäuschung über das plötzliche Aus nachvollziehen. Auch wird man selbst knallhart an die dünne Linie zwischen Ankommen auf der einen Seite und technischem Ausfall oder gar Unfall auf der anderen Seite erinnert.

Und das diese Linie ganz dünn ist durften wir zunächst in der dritten Runde erfahren, als uns ein ganz besonders unsportlicher Typ genau in einer Rechtskurve, direkt vor einer Passage, an der definitiv nur ein Auto durch passte - diese war extra mit gut sichtbaren Straßenpfosten markiert !! - , aus heiterem Himmel voll in die rechte Seite knallte, weil er wohl meinte er muss dort auch unbedingt noch mit oder gar vor uns durch. Nur wenige Sekunden später wäre über endlose breite Pistenkilometer genügend Platz gewesen und es ging bei dem Kollegen auch überhaupt nicht mehr um eine nennenswerte vordere Platzierung! Wie krank ist das denn?

Der Schreck hielt einige Zeit an, nicht zu sprechen vom heftigen Schaden an diversen GFK-Teilen unseres YellowRacers. Aber es ging trotzdem weiter! Wir waren die ersten drei Runden deutlich schneller als am Vortag unterwegs - bestätigten uns hinterher auch manche der wieder voll in Hitze, Kohlestaub und Dreck stehenden CP-Posten. Hitze und Dreck durften wir dann aber leider auch genießen - nur wenige Kilometer nach dem Zusammenstoß, konkret in der vierten Runde, stellte unser YellowRacer nach einem Gangwechsel und ohne Vorwarnung plötzlich jeglichen Vortrieb ein und ließ sich nur noch schiebend an die Seite und später durch ein Abschleppfahrzeug der ORGA von der Strecke schieben. Ich tippte auf Kupplung oder Getriebe.

Damit waren wir aus dem Rennen und durften über fast vier Stunden (3h 48min, siehe Bild oben) im glühend heißen Sand sitzend und mit massiv zur Neige gehenden Flüssigkeitsvorräten das Ende des Rennens abwarten. Death Valley in Mitteldeutschland. Schatten nur unterm Auto, die 2m hohen Birken am Streckenrand erzeugten nicht mal annähernd etwas was man Schatten nennen konnte. Überall nur Dreck und Staub, jetzt konnten wir fühlen was die Leute von der ORGA an den CPs auf der Strecke leisten. Und wir durften auch wieder erleben, wie es sich jenseits der anderen Seite der dünnen Linie anfühlt …

Insgesamt dann Platz 38 von 85 in unserer Klasse gestarteten Fahrzeugen. Ach reden wir nicht darüber!

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Vortrieb ohne Ende …
Und er fliegt
Death Valley in Mitteldeutschland …
… und kein Tropfen Wasser!
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Baja300 MD - Stage 1

Die erste Etappe im Rennen der Baja300 ließ sich für uns erstaunlich gut an. Mit solch gut gemeinten Ratschlägen zu unserem neuen YellowRacer im Ohr wie “das Auto kann mehr als Du denkst”, “Du bist das Limit, nicht das Auto” und auch “Du solltest erst mal nur 60% von dem fahren, was Deiner Meinung nach gehen würde” gingen wir am Freitag Mittag auf die Strecke im Tagebau, um die sieben geforderten Runden á ca. 35 km unter die Räder zu nehmen. Erklärte Strategie war die Sache einigermaßen ruhig anzugehen, erst mal das Auto und die Strecke kennenlernen und dann später etwas mehr Druck aufs Pedal zu schicken.

Drei Fahrzeuge am Start nebeneinander, gleich zu Beginn schien es ums Ganze zu gehen. Mir war klar, wer den Dreier-Start gewinnt, hat die ersten Kilometer mit hoher Wahrscheinlichkeit gute Sicht. Denn es war wieder extrem trocken und staubig im Tagebau und wer hinterher fährt hat die sogenannte A****-Karte gezogen und sieht nix. Allerdings hat der Gewinner des Start-Triells (sagt man doch so für ein Duell zu dritt, oder?) gleich zwei Verfolger am Heck kleben und macht sich sicher keine Freunde als “Anfänger” mit neuem Auto, der sich erst mal an dessen Fahrverhalten gewöhnen und dann auch noch während der ersten Runde  die Strecke lesen will. Also entschied ich mich kurzfristig dafür, die Kollegen los ziehen zu lassen, sollten die doch erst mal richtig los toben. Man sieht sich garantiert in der zweiten oder dritten Runde - und schon waren wir dem Sand- und Kohlenstaub ausgeliefert …

Diese Entscheidung erwies sich als gar nicht so schlecht. Bis auf den Staub kamen wir gut voran und fanden dank unseres “CP-Finders” Peter die Strecke und sämtliche Checkpoints. Die hier tätigen ORGA-Leute waren bei der Hitze und vollständig in Dreck und Kohlestaub umhüllt nicht zu beneiden, Hut ab! Peter kannte die Strecke bald wieder auswendig, einschließlich erster und zweiter mathematischer Ableitung sämtlicher Kurvenradien sowie Tiefe, Breite und geologischer Zusammensetzung fast aller Bodenwellen und Pistenlöcher und konnte mir so sehr gut den Weg weisen. Über die Bodenwellen, denen wir nicht ausweichen konnten oder wollten, hüpfte unser YellowRacer ohne Probleme und schien sogar seine Freude daran zu haben. Na wenigstens einer. Denn schon bald meldete sich mein ‘Popometer’, forderte Gnade und erinnerte mich mit zunehmender Rundenzahl an den Spruch ”Du bist das Limit, nicht das Auto”. Ich ignorierte dies jedoch bis zu letzten Runde - ganz nach dem Motto “Kleinhirn an Hintern: Schnauze, sonst fliegst Du raus!”. Hätte ich nur mal auf die Signale gehört … Aua!

Es gab viele Ausfälle, vom Gefühl her war die Strecke hinsichtlich Waschbrettpisten und Steinen deutlich anspruchsvoller als im Vorjahr, aber vielleicht war die Erinnerung auch nur schon verblasst. Jedenfalls kamen wir insgesamt gut über die Etappe und hatten am Ende nach ca. fünfeinhalb Stunden Platz 18 erreicht. Bis auf einen zum Glück harmlosen Fahrfehler, der uns im tiefen Kohlestaub in eine Situation brachte, die den kurzen Einsatz des Bergegurts (DANKE Team Walcher Nr. 604 auf Unimog, das uns hier zwei Minuten seiner Zeit opferte!!) notwendig machte und uns vielleicht 10-15 Minuten kostete, gab es keine wesentlichen Probleme. Was will man mehr?

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Es geht wieder los!

Das Stromaggregat brummt, Internet läuft, Kaffee ist heiß und lecker. Aber irgendwas ist komisch - ach so, immer diese Umgewöhnung von Apple Mac im “normalen” Leben auf Windows-Notebook im “Lagerleben”. Das Rallye-Notebook fühlt sich Jahrzehnte älter an! Aber solange ein Webbrowser verfügbar ist will ich nicht meckern, nach fünf Minuten hat man sich - zwangsläufig und unter großen Schmerzen - der Windows-Bedienphilosophie wieder unterworfen. Der Blog ist wieder an …

Verdammt kalt war es die letzte Nacht im Camp, die Eisheiligen haben ihrem Namen alle Ehre gemacht! Nachdem wir am Abend mit der wahrscheinlich kürzesten Anfahrt eines teilnehmenden Teams im Fahrerlager der Baja300 Mitteldeutschland bei Hohenmölsen südlich von Leipzig angekommen waren, war unser neuer YellowRacer schnell abgeladen und unser kleines Camp aufgebaut. Ein erster Schwatz, ein zweites Bier, na und so weiter. Und es gab dann noch ein kleines Déjà-vu mit einem “Kfz-Fachunternehmen” der Szene, der absolute Hammer! Aber dem Thema werde ich mich später widmen.

Zwei Schlafsäcke und dicke Socken halfen dann über die Nacht bei Temperaturen nahe der Frostgrenze, die erste Nacht in unserem Service-Truck! Ein Novum, aber es ging trotz Kälte super gut und die erste Nacht der Baja300 war zum Glück auch noch ziemlich leise. Noch keine Serviceteams am Flexen oder Schweißen …

Heute Morgen dann Frühstück, Papierabnahme und technischer Check - kein Thema nach guter Vorbereitung. An unserem neuen YellowRacer wurden noch Sitze eingestellt, Checks einiger Systeme und des Bordwerkzeugs - morgen kann’s dann los gehen! Aber immer schön sachte, wir müssen uns ja erst mal mit dem neuen Racer anfreunden …

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Früstück im Camp

Werkzeugcheck

Sitzwechsel

We are ready to race

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Der Neue im Stall

Alles neu macht der Mai! Oder so. In den letzten Tagen hat sich die Welt für uns extrem schnell gedreht, auch wenn es hier im Blog ziemlich ruhig war. Nachdem es bei einigen Plänen und Aktivitäten in Bezug zu unserem zukünftigen Rallye-Service in den letzten Monaten ziemlich herbe Rückschläge und Enttäuschungen gab - aber das ist eine andere Story, ergab sich fast über Nacht die Chance auf ein neues Pferd für unseren Stall. Ein echtes Rennpferd, mit nachgewiesenem Stammbaum und so!  Und dabei sind es nur noch wenige Tage bis zur Baja300 Mitteldeutschland. Schlaflose Nächte, genervte Familie, im Kopf dreht sich alles - wie macht man(n) es richtig? Und dann ist es passiert …

Da steht er nun und scharrt mit den Rädern. YellowRacer versus YellowCruiser? Vorbei ist das schnelle Cruisen im ’sanften’ Toyota. Der hat uns zwar auch schon mal wie wild abgeworfen, aber der hier ist ein noch härterer Bursche! Minimalismus pur, ein definitives RaceCar und auch von Beginn an als solches konstruiert und gebaut. Kein umgebautes Serienauto. Keine Heizung. Keine Aircondition. Keine Geräuschdämmung. Keine Zentralverrieglung. Kein dies und kein das. Und vor allem, keine Kompromisse! Dafür laut, schnell, leicht, robust. Leistung ohne Ende. Ein AMG Triebwerk schiebt ordentlich Power und Drehmoment an alle vier Räder und sorgt damit für begeisternden Vortrieb. Wir sind gespannt, wie sich der Neue im ersten Rennen mit uns behaupten wird. Sicher werden wir dabei noch einige Zeit brauchen, um uns gegenseitig besser kennenzulernen. Also: auf geht’s zur Baja300 Mitteldeutschland am kommenden Wochenende.

Let’s race, YellowRacer!

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