Montag, 18 of Dezember of 2017

Tag » Balkan

Balkan Mugge (1)

breslau-Auf was hatten wir uns da bloß eingelassen! In einer Woche fast 2.000 km Offroad quer durch Bulgarien, über tief ausgewaschene Gebirgswege, bulgarische Rüttel- und Schotterpisten, Schlaglochalleen und rutschige Waldwege. Enge Büsche und armstarke Äste rechts und links aber auch in zerstörerischer Frontscheiben- bzw. Augenhöhe. Bergauf, bergab und immer wieder hoch und wieder runter – scheinbar endlos erscheinende Tracks in dichten Wäldern. Aber da waren auch schnelle Feld- und Wiesenwege, die über große Distanzen Geschwindigkeiten weit jenseits der 100km/h zuließen: die BALKAN BRESLAU Rallye forderte Mensch und Technik und bot uns in der letzten Woche die Möglichkeit an unsere fahrerischen Grenzen zu gehen.

Die Anfahrt im Service-Truck von Leipzig bis nach Teteven (nicht weit entfernt von Sofia) verlief weitestgehend unspektakulär, lediglich die bereits vor drei Jahren hier schon einmal bemängelte Maut-Abzocke in den einzelnen osteuropäischen Ländern sowie die Warterei und lästige Diskussion mit Zöllnern an den Grenzen nach Ungarn, Rumänien und Bulgarien nervte uns massiv. Hatten wir etwas verpasst oder ist Europa eben doch nicht so offen wie man uns immer suggeriert? Die findigen Bürokraten dort haben’s sogar drauf guerillamäßig eine gut ausgebaute Umgehungsstraße zu sperren und dann in der notgedrungen, mühevoll zu durchfahrenden Stadt mal eben eine Extra-Maut zu kassieren. Willkommen im Mittelalter, willkommen auf dem Balkan!

Und dann kam noch eine unangenehme Sache – Kontrolle unseres Fahrtenschreibers und unserer NATÜRLICH nicht eingehaltenen Lenk- bzw. Ruhezeiten kurz nach dem Grenzübertritt nach Bulgarien. Am liebsten hätte ich den kontrollierenden Beamten gefragt, ob die Stunde die er uns gerade gestohlen hatte jetzt als Lenkzeit oder als Ruhezeit gilt, aber in Anbetracht unserer schlechten Verhandlungsposition schien die “Ich nix verstehen“-Strategie die beste zu sein. Allerdings sprach die Ordnungsmacht dann plötzlich perfekt deutsch – autsch!

Erschreckend haben wir auf der Fahrt zu Kenntnis genommen, wie schlimm das landschaftlich schöne Bulgarien zwischen Dreck, Müll, ex-kommunistischen Industrieruinen, hässlichen Plattenbauten und anderen Bausünden radikal verkommt. Schade, hier scheint es die letzten Jahre eher bergab als bergauf gegangen zu sein!

Soweit zur Anfahrt. Dann ging es aber auch schon ziemlich bald zur Sache: erster Tag mit Prolog und anschließender 113 km Nachtetappe durch die finstere bulgarische Wildnis. Diese Etappe, genauer gesagt die heftig anspruchsvolle Strecke, sollte uns gleich zeigen wo bzw. wie heftig es die nächsten Tage lang gehen wird. Unser hartes Fahrwerk, gepaart mit offensichtlich etwas zu hohem Reifenluftdruck reichte sämtliche Schläge direkt bis zu Wirbelsäule und Bandscheibe durch – dementsprechend kaputt waren wir am Ende und ich war erstaunt, dass unser YelowRacer den Höllenritt ohne jegliche Schäden am Fahrwerk überstanden hat. In der Nachtetappe hatten sich gleich einige Teilnehmer ‚verabschiedet’ indem sie sich überschlugen, ihre Fahrzeuge in Bäume crashten oder einfach irgendwo einen Hang runter rutschten. Die am nächsten Tag folgende Etappe über 191 km mit ähnlichen „Qualitäten“ sollte daran nichts ändern. Nur bei mir stellte sich allmählich Frust über die Strecke ein, die uns und unserem YellowRacer überhaupt nicht lag. Nur Gerüttel und Geschüttel im Wald, keine Möglichkeit schneller zu fahren, nichts als Wald und immer wieder Wald. Wo waren die versprochenen schnellen Strecken, wo war schöne Landschaft? Hier jedenfalls nicht!

Fortsetzung folgt …

Go East im Service Truck

Maut-Wegelagerer überall

Schön …

… ist anders

Beim Sponsoren Aufkleber Tapezieren

Showstart auf dem Markt in Teteven

Tankstopp zwischen zwei Wertungsprüfungen

Der G läuft gut!

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Last Minute Erlebnissammler

Noch reichlich zwei Wochen sind’s bis zur Abfahrt zur Balkan Breslau Rallye, und es war bis gestern nicht klar ob wir es schaffen. Nun steht fest: wir fahren nach und durch Bulgarien!  Anmeldung in letzter Minute, die letzten Tage und Stunden bis zur Abfahrt sind gezählt und straff durchgeplant.

Viel war und ist immer noch am Auto zu tun, einige Sachen hatten sich den ganzen Sommer über hingezögert. Eine der langwierigsten „Baustellen“ dabei ist die Änderung der Luftansaugung. Erfolgte diese bisher über den Fahrzeuginnenraum – und war selbst dort (z.B. bei der MT Rallye in Polen) nicht richtig vor Feuchtigkeit geschützt, soll jetzt ein eigens für unseren YellowRacer konstruierter Schnorchel die Luft weit oben vom Dach ansaugen. Na und dann gab es da noch andere Vokabeln und Teilenummern, die auf diversen, nicht enden wollenden ToDo-Listen (und Rechnungen …) auftauchten: Zylinderkopf, Injektoren, Turbolader, … , alles unter dem Motto Vorsorgen ist besser als bei der Rallye ausfallen und bauen zu müssen. Nun, wir werden sehen, ob wir genügend vorgesorgt haben – das Budget schreit „ES REICHT, SCHON LANGE!“, der Kopf meint „Aber wir müssten doch noch dies und das - wenigstens mitnehmen!“.

Auf jeden Fall ist die Anmeldung jetzt raus und das Startgeld ist gezahlt. Nun gibt es kein Zurück. Es folgt das übliche LKW Beladen und Packen, Anhänger Organisieren, wer, wann, was, wie, wo … nur „Warum?“ fragt eigentlich keiner – zum Glück!

Auf Bulgarien freuen wir uns ganz besonders! Hier sind wir vor fast genau drei Jahren zum ersten Mal gemeinsam in ein solches (Offroad-)Abenteuer gestartet, also der Peter und ich. Damals im gelben Toyota. Zusammen mit einer lustigen „deutschen Reisegruppe“. Schade dass dieses Mal keiner der alten Truppe dabei ist, hatten wir doch zahlreiche unvergessliche Erlebnisse während der Rallye quer durch Bulgarien (und damals auch Griechenland), selbst An- und Abfahrt lieferten unvergessliche Eindrücke – sowie mehrere Seiten in diesem Blog hier (weiter unten) und knapp 700 Fotos.

Ziel ist nicht dies qualitativ oder quantitativ zu übertreffen. Aber wir sind Sammler. Erlebnissammler! Und wir wollen unsere Sammlung weiter vergrößern …

Balkan – wir kommen!

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Balkan-Offroad: Nachlese (Videos)

Neben zahlreichen Fotos haben wir beim Balkan-Offroad-Marathon 2010 auch einige Videoaufnahmen mit unserer Bordkamera gemacht, die einen ganz guten Einblick in das Rallye-Geschehen im und vor dem Fahrzeug geben. Aber auch andere haben natürlich interessante Filmchen gemacht …

 

Am Steuer des YellowCruisers …

 

Prolog (Bordkamera)

Dieses Video zeigt einen Teil des Prologs am 05.09.2010 in der Nähe von Plovdiv aus der Sicht unserer Bordkamera.

 

Start Prolog

Das folgende Video (gefunden auf YouTube, by DarkStam) zeigt den Start des Prologs. Die Fahrzeuge starten nacheinander im Abstand von einer Minute.

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Balkan-Offroad: 2. und 3. Etappe

Die Ereignisse und Erlebnisse der letzten Tage auf der Balkan Offroad Marathon Rallye lassen sich schwer in wenige Zeilen fassen. Bei fast 40°C im Schatten – sofern man diesen findet - ist am heutigen Ruhetag in Edessa (Griechenland, GR) zumindest etwas Zeit diese zu sortieren. Nach dem filmreifen „Seitensprung“ des YellowCruisers kurz vor Ende der ersten Wertungsprüfung der Etappe rund um Plovdiv (Bulgarien, BG) am Montag waren wir am Dienstagmorgen nach einer sehr kurzen Nacht wieder startbereit und konnten die zwei Wertungsprüfungen (70km und 90km) der zweiten Etappe von Plovdiv (BG) nach Goce Delchev (BG) in Angriff nahmen. Beide Wertungsprüfungen waren wieder hinsichtlich des harten Geländes sehr anspruchsvoll, vor allem für das Fahrwerk des YellowCruisers. Der Schreck vom Vortag saß allerdings noch im Nacken, wobei dies in Anbetracht der wieder rutschigen Spitzkehren durch den bulgarischen Wald eigentlich positiv im Sinne von Material und Gesundheit war und damit für etwas mehr Respekt vor der Strecke und für weniger Speed sorgte.

Kulturell ‚interessant’ wurde das Warten am Start zur zweiten Etappe, als man bulgarischen Metzgern live bei der „Verarbeitung“ von Schafen direkt auf der Straße über die Schulter schauen konnte. Die Herren mit den langen Messern hatten einiges zu tun, denn gleich daneben stand ein großer Hänger mit ca. 20 Schafen, die natürlich auch alle gleich mit zusehen konnten, was mit ihren Kollegen da passiert und was sie selbst erwartet. Nichts für schwache Mägen …

Apropos Warten. Viel Zeit bringen wir hier mit Warten zu. Warten will die CPs noch nicht besetzt sind, Warten weil keiner weiß was, wo und wie. Warten weil dies und Warten weil das. Das nervt alle Teams ziemlich, andererseits sorgt das Warten für viel Kommunikation. Wir sind ja hier nicht nur um im Auto zu sitzen, sondern auch um Land und Leute zu sehen. Innerhalb der fünf deutschen Teams (4x Car, 1x ATV) herrscht ein super Klima und man versteht sich ganz gut. Von fast keiner (wir …) bis zu gefühlten Jahrzehnten Rallye-Erfahrung ist alles dabei. Die „alten Hasen“ geben uns jedoch nicht das Gefühl uns hier ständig als Neulinge fühlen zu müssen. Dabei haben wir aber auch während einiger Etappen schon mehrmals einige nach dem rechten Weg suchende – oder besser irrende - Fahrzeuge der „deutschen Reisegruppe“ zurück auf den richtigen Kurs gebracht. Anfängerglück? Egal, ich glaube zu blöd haben wir uns nicht angestellt in den letzten Tagen - bis auf unseren kleinen „Seitensprung“ (über den gestern soger die Leipziger Volkszeitung berichtete ..). Aber auch hinsichtlich unserer Zeiten der bisherigen Etappen und das nicht selbstverständliche Durchkommen auf der gestrigen Marathonetappe (Platz 13) überhaupt müssen wir uns nicht verstecken.

Die wirklich anstrengende Marathonetappe gestern von Goce Delchev (BG) bis nach Edessa (GR) ging über ca. 500 km, wobei ca. 90% davon offroad verliefen. Und offroad heißt hier nicht Feldweg. Offroad heißt hier vor allem enge und ausgewaschene Wald- bzw. Gebirgswege. Große Steine, Gebirgsbäche, scharfkantige Schotterpisten und so weiter. Ich schätze, die Marathonetappe hat unseren YellowCruiser so durchgeschüttelt und mechanisch beansprucht, wie es 500.000 km im „normalen“ Autoleben auf Asphalt nicht tun würden. Fahrwerk-Seitig hatten wir bis jetzt zum großen Glück nur Kleinigkeiten: wieder gerissene Achsfangbänder hinten und kleinere Dellen in den vorderen Felgen. Etwas Sorgen bereitet mir jedoch die Lenkung, diese klappert wie ein Würfelbecher. Ausgeschlagen aber nicht gefährlich meint Mercedes-G-, Landcruiser- und Rallye-Experte Robert, sollte bis zum Ende durchhalten. Hoffentlich behält er Recht …

Aufstehen 05:00 Uhr, Start 06:00 Uhr, Zielankunft gegen 23:30 Uhr, im Camp waren wir schließlich gegen 01:00 Uhr. Ein langer und anstrengender Rallye-Tag. Anstrengend aber nicht nur fürs Auto. Etwa ab Mitte der zweiten Wertungsprüfung wurde es in den Bergen dann dunkel. Ich meine richtig dunkel, rundum schwarz. Nicht leicht zu navigieren oder die Strecke zu lesen. Nicht leicht, um plötzlich auftauchenden Felsbrocken, Baumstämmen, Rindern oder anderem Großgetier auszuweichen. Ich bremse auch für Rinder, Esel, Füchse, Igel, Dachs und Schildkröte, alles war dabei.

Spitzkehre links voraus in letzter Sekunde – rechts geht es mehrere hundert Meter tief abwärts. Kurvenradius einschätzen? Fehlanzeige. Die mit Schlamm verschmierten Scheinwerfer ‚sehen’ eh’ nichts mehr. Jeden Kilometer anhalten und Scheinwerfer reinigen? Blöd. Kurvenlicht müsste man haben! Und eine Scheinwerferreinigungsanlage. Sofern solche automobile Hochtechnologie die Rüttelei hier überhaupt nur hundert Meter überstehen würde. Also dann lieber nicht. Drei Stunden volle Konzentration. Bis ins Ziel. Klar, die „richtigen“ Marathons die ich zu Fuß vor einiger Zeit auf Asphalt in New York und Berlin absolviert habe, haben mich deutlich mehr beansprucht, aber auch „Marathon“ (Rallye) fahren ist nicht ganz ohne. Muss man erlebt haben.

Da unser bestelltes Hotelzimmer einschließlich der seit Stunden herbei gesehnten Dusche dem Organisations-Chaos des Rallye-Veranstalters zum Opfer viel, galt es wieder im (Dach-) Zelt zu übernachten.

Fortsetzung folgt …

Warten auf den Start.
Trotzdem gute Stimmung bei den Teams.
Der Countdown läuft.
Technik Check zwischen zwei Teiletappen
Und wieder warten vor dem Start
Public Schlachting …
… und wie man sonst mit Tieren umgeht
Seitenblick (1)
Seitenblick (2)
Rückblick
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Wegelagerer!

Die ersten 900 Kilometer von Leipzig in Richtung Balkan sind geschafft! Keine besonderen Vorkommnisse, wenn man von der Wegelagerei – sprich Autobahnmaut oder auch Straßenbenutzungsgebühr – und die damit verbundenen Hürden und Erlebnisse auf dem Weg durch die Tschechische und Slowakische Republik und Ungarn mal absieht. Gegen Mitternacht hat unser kleiner Rallye-Tross die Stadt Szeged in Ungarn erreicht, bis zur rumänischen Grenze sind nur noch wenige Kilometer. Die Durchquerung Rumäniens wollen wir uns nicht unbedingt nachts antun.

Aber zurück zur Wegelagerei. Zwar freut man sich über die fast unbegrenzte Reise(pass)freiheit im jetzt auch nach Osten vergrößerten Europa, aber die national- und kleinstaatlichen Geldeintreiber von Finanzminister’s Gnaden haben überall offensichtlich die Gunst der Stunde genutzt und die ehemaligen Grenzübergangsstellen zu – bedauerlicherweise nicht funktionierenden - Vignettenverkaufsstellen umgebaut. Hier darf man sich geduldig auf die Suche nach dem richtigen Schalter und der richtigen Vignette für sein Fahrzeug machen. Vorher muss man aber erst mal auf den von hunderten LKW’s aus aller Herren Länder völlig überfüllten Parkplätzen irgendwo einen Abstellplatz suchen, den man dann nach eventuell erfolgreicher Suche nach besagter Vignette, ohne einen polnischen oder ukrainischen Trucker aus seinem wohlverdienten Schlaf wecken zu müssen wieder verlassen kann. Und man schließt die eine oder andere mehr oder weniger nette oder gänzlich überflüssige Bekanntschaft – mit anderen Umherirrenden und mit Schalterbeamten, deren Motivation offensichtlich niedriger ist als die einer deutschen Biomülltonne. Ich: “Vignette for Passenger car PLEASE!” Beim lila Fingernägel Schneiden gestörte Blondine: “Next desk!”. “Äh’ sorry, next desk is closed.” “Yes I know. It’s not my problem.” Freundlicher Truckerfahrer: “There is another vignette shop in 200m walking distance”. An dem ist ein Schild: “Closed”. Da kommt Freude auf! Also gefühlte 100km weiter fahren bis zur nächsten Tanke, ängstlicher Dauerblick in den Rückspiegel – wer entdeckt die blauen Rundumleuchten zu erst …

Einen großen Vorteil hat die Sache irgendwie schon, man ärgert sich jetzt nicht mehr darüber dass man bezahlen muss; Frust entsteht weil man nicht bezahlen kann nachdem man die Sache an sich doch irgendwie - gezwungenermaßen - akzeptiert hat.

Und dann kam noch das Ding mit der Box. Die zwei Transporter in unserem kleinen Konvoi gelten als LKW und müssen in Tschechien eine Maut-Box haben – die könnte auch als kleine Tupperdose durchgehen. Allerdings hat die Tupperdose vier Tasten, auf denen man die Anzahl der Achsen (einschließlich Anhänger) einstellen muss. Das haben uns dann die zwei netten Herren in Uniform erklärt, die uns zwischen Prag und Brno mit Blaulicht um einen kleinen Zwischenaufenthalt mit Strafzahlung gebeten haben …

Wir haben in Europa zwar den Krümmungsradius von Gurken und anderes überflüssige Zeugs bis ins sinnlose Detail geregelt, aber in Punkto Vignette fühlt man sich einige hundert Jahre zurück versetzt, als jeder Burgherr seine eigenen Regeln aufgestellt hat. Nur kamen die Geldeintreiber damals dynamisch und stolz auf dem Pferd daher geritten (hört und liest man so) - heute sitzen Sie faul und träge in einer Bude und sehen einen beim Bezahlen nicht einmal an. Und ehe man den Tank leer gefahren hat, hat man schon fast ein halbes Dutzend Vignetten an der Backe - äh’ an der Scheibe.

Irgendwie freue ich mich jetzt auf Rumänien - und die nächste nette Vignette

Fortsetzung folgt.

Früher Passkontrolle …
… heute Zahlstation
Anstellen und nicht viel fragen!
Leipziger Rallye Konvoi
Gentlemen bitten zur (Straf-)Kasse
Robert macht’s Licht
Zeig mir Deine Vignettensammlung!
Autobahnromantik
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Balkan Mucke

Planungen sind doch nur dazu da, um sie irgendwann wieder über den Haufen zu werfen. Hauptsache man hat dafür einen guten Grund. Und den haben wir. Nachdem sich die Kommunikation mit der Orga der SilkWay Rally leider ausschließlich einseitig gestaltet und darüber hinaus die Anforderungen an das Budget und die Leidensfähigkeit potenzieller Teilnehmer nicht nur aus unserer Sicht unannehmbar hoch sind, haben wir das Thema SilkWay für uns abgehakt. Schade, aber möglicherweise will man im Buddelkasten dieser Liga unbedingt unter sich bleiben und Teams ohne Millionenbudget sollen gefälligst woanders spielen.

Na wenn’s denn so sein soll - aber nicht dass hier der Eindruck entsteht, die gewählte Alternative ist damit nur zweite Wahl. Im Gegenteil, fast zur selben Zeit findet ebenfalls im (Süd-)Osten eine echte Amateur-Rallye statt! Mit Teams und Leuten die wir bereits von der Baja-Saxonia kennen und mit Budget-Anforderungen die uns nur bis an den Rand des Ruins bringen und nicht noch weiter. Und vor allem wird garantiert der Spaß dabei nicht zu kurz kommen. Konkret: Balkan-Offroad-Marathon heißt die Mucke über eine Gesamtdistanz von fast 2.000 Kilometer von Plovdiv (Bulgarien) durch Mazedonien bis nach Ioannina (Griechenland).

Ein interessanter Nebeneffekt hierbei ist, dass sich dafür nach ersten Gerüchten einige Teams aus Deutschland zusammenschließen wollen - positiv nicht nur hinsichtlich Logistik und gegenseitiger Unterstützung im Bedarfsfall. Apropos Logistik - wir planen die Anreise nach Plovidiv auf eigener Achse im YellowCruiser, da ein Transport auf dem Trailer hinter unserem Rallye-Bus über diese Distanz erstens ziemlich anstrengend wäre und zweitens durch die aufgrund des Gesamtgewichtes anfallende Maut signifikante Zusatzkosten anfallen würden. Also gut 1.900 km on-road von DE über CZ, HU, RO nach BG - sicher auch eine interessante Er-Fahrung! Die Rücktour wird möglicherweise entspannend: per Fähre von Griechenland bis Venedig und dann noch kurz über den Brenner cruisen - man gönnt sich ja sonst nichts.

Aber was wird, wenn wir einen technischen Schaden erleiden, den wir unterwegs mit Bordmitteln oder mit Hilfe des uns begleitenden Service-Teams nicht reparieren können? Hm, wozu zahlt man denn eigentlich jedes Jahr für seine ADAC Plus Mitgliedschaft …

Eine nicht unwesentliche Änderung für den Balkan-Offroad-Marathon wird sich auch im Cockpit des YellowCruisers ergeben - aber dazu später mehr.

Fortsetzung folgt …

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