Samstag, 21 of Oktober of 2017

Tag » Balkan Offroad

The show must go on …

… es ist wieder Rallye-Zeit! Dabei ist der Balkan Offroad Marathon nur gerade einmal fast fünf Wochen her. Die Beulen im Blech des YellowCruisers erinnern noch an die vergangenen Abenteuer in deutlich wärmeren Gefilden. Einiges ist inzwischen wieder gerichtet und repariert, aber alles eben noch nicht. Warum auch, schließlich wollen wir mit unserem linksseitig etwas eingedrückten Toyo keinen Beauty-Contest gewinnen, sondern vor dem langen Winter noch einmal ordentlich Rallye-Feeling erleben. Und im Winter ist dann sowieso genügend Zeit um hier und da zu schrauben, zu reparieren und zu verbessern.

Ein Bekannter meinte neulich nachdem er über einen Zeitschriftenartikel in der Lokalpresse über unseren Balkan-Trip mit Foto von uns gestolpert war “Achso, Du verbrennst wieder Erdöl”! Ja was denn sonst? Einige Patrioten müssen sich doch darum kümmern, dass das Zeugs irgendwann alle ist. Sonst gäbe es doch keinen Grund für die Entwicklung von Hybrid- und Elektrofahrzeugen, oder? Und von den Steuereinnahmen durch Betrieb und artgerechte Haltung unseres YellowCruisers wollen wir hier mal nicht reden. Oder doch? Verwendet werden diese wohl angeblich hauptsächlich zur Erhaltung des Straßennetzes. Welches wir ja eigentlich nicht benutzen. Also bitte, wir sind die Guten!

Aber zurück zur Rallye-Zeit. Die Beginnt wieder nächste Woche und führt uns nach einem Jahr endlich wieder nach Polen - zur MT Series in das ehemalige Militärgelände rund um Drawsko Pommorskie. Letztes Jahr haben wir dort schon einmal im Sand gewühlt und dabei viel Freu(n)de gefunden. Also geht es jetzt wieder los, das Packen, Planen und Organisieren von Logistik und all dem Drum und Dran. Und natürlich auch wie immer die Vorfreude und etwas Nervosität.

Wir melden uns dann wieder von unterwegs aus Polen. Denn: The show must go on!

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Boatpeople …

… waren wir für 24 Stunden auf der Überfahrt von Igoumenitsa (Griechenland) nach Venedig auf unserer Rücktour vom Balkan Offroad Marathon. Zum Glück hatten alle Fahrzeuge der deutschen “Reisegruppe” - wie man die meist im Rudel auftretenden, fröhlichen deutschen Teams während der Rallye ganz nett titulierte - die Tortouren des heftigen Rennens über die Berge des Balkans gut überstanden. Somit konnten wir uns alle auf eigener Achse auf den Rückweg in die Heimat machen.

Vorab gönnten sich die Rallye-Reisegruppe allerdings noch einen erholsamen Tag on the beach, unter Olivenbäumen am Traumstrand in nur kurzer Distanz zum Fährhafen mit herrlichem Anblick aus- und einfahrenden Luxusliner, schwimmender Schrotthaufen und Seelenverkäufer. Um unsere gebuchte Fähre am frühen nächsten Morgen zu erreichen war dies der beste Platz zum Entspannen unserer Rennsitz-gekrümmten, ohne Eis geschüttelten und gestauchten Rücken und zum Tanken einiger letzter Sonnenstrahlen bevor wir wieder ins verregnete Deutschland eintauchen.

Die Übernachtung auf der Fähre gestaltet sich wieder als eines der letzten Abenteuer unserer Zivilisation, da anstatt Kabine (absolut ausgebucht) Isomatte und Schlafsack angesagt waren. Wo aber hin damit, auf dem Außendeck lärmt und zieht es gewaltig und im Innendeck war entweder jeder Zentimeter bereits belegt - hier sah es aus wie im Flüchtlingsboot - oder die alles andere als motivierte Besatzung brüllte uns “Don’t sleep here!” entgegen sobald man nur seine Utensilien irgendwo auch nur kurz abstellen wollte. Scheinbar sahen wir aber so Mitleid-erweckend (oder sympathisch ??) aus, dass zwei nette Österreicherinnen auf dem Fußboden der Bar freundlicherweise etwas zusammen rückten und wir der schaukelnden Nacht trotz rundum taghellem Licht doch etwas Schlaf abringen konnten.

Die Strapazen der “Quartiersuche” und der Flutlicht-Nacht waren vergessen, als sich uns dann kurz nach Sonnenaufgang der Anblick von Venedig von seiner schönsten Seite und bei schönstem Wetter bot. Dann galt es Fahrzeuge von Bord holen und den Heimweg über den Brenner antreten. Unseren YellowCruiser hatten wir übrigens nur für die Fährüberfahrt auf den Trailer gestellt, um Kosten zu sparen - denn für vollen oder leerer Trailer zahlt man wohl den gleichen Preis. Warum also für ein Auto zusätzlich zahlen?

Na und was erwartete uns wohl sobald wir uns kurz vor Innsbruck der kleinen, deutschsprachigen Alpenrepublik näherten: wieder eine neue Vignette auf die Scheibe! Und damit wären wir dann ja auf unserem Trip quer durchs geeinte Europa wieder dort, wo wir vor fast zwei Wochen gestartet waren - bei den Wegelagerern!

Hatte ich da etwa gerade …
… “Reisschüssel” gehört?
Mittelmeer voraus!
Race cars on the beach
Flachköpper bitte!
Endlich mal in Ruhe (griechisch) essen …
… aber wer isst denn sowas?!
Navigator entspannt
Land- und Wasser-Cruiser
Abendstimmung am Strand
‘Deutsche Reisegruppe’ am Lagerfeuer
YellowCruiser hoch - Kosten runter
So klein und schon Tretminen im Hafen legen!
Unser stolzes Schiff
Endlich mal ‘ne richtige Seilwinde!

 

Kameras raus … !
Venedig auf Steuerbord …
… von seiner schönsten Seite
Schön langsam von Deck!
Dann die (vorerst) letzte Vignette.
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Airforce connection

Nur noch zwei Wochen bis zur Abfahrt in Richtung Balkan. Nur noch zwei Wochen um letzte Ein-, An- bzw. Umbauten am YellowCruiser vorzunehmen und um die letzten Besorgungen zu machen. Nachdem wir letztes Wochenende noch einmal einen kurzen Exkurs im nahe gelegenen Tagebau zum finalen Fahrwerk- Check unternommen hatten, geht es jetzt in den letzten Tagen eher um die kleineren Details. Wer besorgt was, was kommt in welche Kiste oder wo und wie wird’s im Fahrzeug fest gemacht. Das Thema Listen hatte ich ja erst im letzten Beitrag behandelt - selbstverständlich gibt es auch für die kleinen und großen mitzunehmenden Dinge wie Kopfschmerztabletten, Toilettenpapier, Zelt, Ersatzzündschlüssel und Wörterbuch eine umfangreiche Liste. Und die fängt mit ADAC-Mitgliedausweis an und hört bei Zeltplane auf. Dazwischen gibt es ca. 90 Einträge, dies aber alles ohne Ersatzteile und Werkzeug usw., denn dafür gibt es ja eine andere Liste …

Für den Balkan Offroad Marathon wird mich übrigens als “Gast-” Navigator Hans-Peter Wohlfahrt aus Leipzig unterstützen, der sich bisher u.a. auch bestens mit der Steuerung und Navigation von Heißluft-Ballonen auskennt. Da oben im Ballon hat man ja meist einen ganz guten Überblick - vielleicht schicken wir während der Rallye mal eben zum schnelleren Finden der CP’s als Luftunterstützung einen Spionage-Ballon voraus ;-)

Fortsetzung folgt.

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Balkan Mucke

Planungen sind doch nur dazu da, um sie irgendwann wieder über den Haufen zu werfen. Hauptsache man hat dafür einen guten Grund. Und den haben wir. Nachdem sich die Kommunikation mit der Orga der SilkWay Rally leider ausschließlich einseitig gestaltet und darüber hinaus die Anforderungen an das Budget und die Leidensfähigkeit potenzieller Teilnehmer nicht nur aus unserer Sicht unannehmbar hoch sind, haben wir das Thema SilkWay für uns abgehakt. Schade, aber möglicherweise will man im Buddelkasten dieser Liga unbedingt unter sich bleiben und Teams ohne Millionenbudget sollen gefälligst woanders spielen.

Na wenn’s denn so sein soll - aber nicht dass hier der Eindruck entsteht, die gewählte Alternative ist damit nur zweite Wahl. Im Gegenteil, fast zur selben Zeit findet ebenfalls im (Süd-)Osten eine echte Amateur-Rallye statt! Mit Teams und Leuten die wir bereits von der Baja-Saxonia kennen und mit Budget-Anforderungen die uns nur bis an den Rand des Ruins bringen und nicht noch weiter. Und vor allem wird garantiert der Spaß dabei nicht zu kurz kommen. Konkret: Balkan-Offroad-Marathon heißt die Mucke über eine Gesamtdistanz von fast 2.000 Kilometer von Plovdiv (Bulgarien) durch Mazedonien bis nach Ioannina (Griechenland).

Ein interessanter Nebeneffekt hierbei ist, dass sich dafür nach ersten Gerüchten einige Teams aus Deutschland zusammenschließen wollen - positiv nicht nur hinsichtlich Logistik und gegenseitiger Unterstützung im Bedarfsfall. Apropos Logistik - wir planen die Anreise nach Plovidiv auf eigener Achse im YellowCruiser, da ein Transport auf dem Trailer hinter unserem Rallye-Bus über diese Distanz erstens ziemlich anstrengend wäre und zweitens durch die aufgrund des Gesamtgewichtes anfallende Maut signifikante Zusatzkosten anfallen würden. Also gut 1.900 km on-road von DE über CZ, HU, RO nach BG - sicher auch eine interessante Er-Fahrung! Die Rücktour wird möglicherweise entspannend: per Fähre von Griechenland bis Venedig und dann noch kurz über den Brenner cruisen - man gönnt sich ja sonst nichts.

Aber was wird, wenn wir einen technischen Schaden erleiden, den wir unterwegs mit Bordmitteln oder mit Hilfe des uns begleitenden Service-Teams nicht reparieren können? Hm, wozu zahlt man denn eigentlich jedes Jahr für seine ADAC Plus Mitgliedschaft …

Eine nicht unwesentliche Änderung für den Balkan-Offroad-Marathon wird sich auch im Cockpit des YellowCruisers ergeben - aber dazu später mehr.

Fortsetzung folgt …

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