Montag, 18 of Dezember of 2017

Tag » DAKAR

Ansteckungsgefahr!

Wieder einmal um diese Zeit am Anfang des neuen Jahres geht unser Blick nach Südamerika. Anerkennung für die Race-Teams, die in diesen Tagen und Nächten die endlose Weite Argentiniens und Chiles sowie die harten Rallye-Etappen der Südamerika-Dakar unter ihre Räder nehmen!

Man liest von Überschlägen (X-Raid Mini), Umfallern (Walcher-Unimog - das kennen wir doch selbst bestens aus Bulgarien, ist noch nicht lange her …), Reifenschäden (Peterhansel), Motorschäden usw.; man liest von gegenseitiger Hilfe der Teams beim Bergen, von extrem kurzen Nächten und begeisterten Zuschauern. Alles in allem eine hochinteressante Mischung - garantiert aber nicht für Muchachos normalos. Man muss schon etwas neben der Spur laufen, um sich für diesen Wahnsinn zu begeistern. Aber man infiziert sich auch sehr leicht mit diesem Virus. Nix mit Impfung oder häufigem Händewaschen, schon das Lesen der Zeitung und diverser Webblogs oder auch simples Fernsehen kann für schwerwiegende Infektionen mit lebenslanger Betroffenheit sorgen. Es grassieren eben nicht nur Influenza- oder Schweidegrippe-Viren um diese Zeit in Deutschland, sondern auch die bisher kaum erforschten Rally-Raid-Viren.

Ich bin infiziert. Schon lange. Heilung ausgeschlossen. Und um mit dieser Infektion besser leben zu kommen, habe ich mich ja schon im vergangenen Jahr diversen Selbsthilfegruppen angeschlossen und auch in diesem Jahr werden wir Infizierten uns wieder von Zeit zu Zeit zusammenrotten und für eine unkontrollierte Ausbreitung der Viren sorgen: MT-Rally im April in Polen, Baja-Saxonia zu Ostern bei Leipzig, Baja Powerdays im Sommer bei Leipzig, MT-Series im Oktober in Polen und die Hardenberg-Rallye (genannt auch Mini-Dakar) im November in Holland. Ein schönes Rallye-Jahr erwartet uns, die Planungen haben gerade erst begonnen - und mit den Berichten von der Dakar steigt von Tag zu Tag die Vorfreude auf die kommende Saison!

Und da hat sich noch jemand mit dem Rallye-Virus infiziert - möglicherweise während des Balkan-Offroad-Marathons: Co-Piot und Navigator Hans-Peter. Bei unserem Drift über den Balkan im vergangenen Jahr hatte er sich zunächst als Gast bestens in das Thema Roadbook-Navigation eingearbeitet.  Ab jetzt übernimmt er den Platz hinterm Tripmaster auch für die kommende Saison - willkommen bei 4×4-Rally.com, willkommen bei den YellowCruiser’s!

Wir werden garantiert viel Spaß haben! Und wer sich nicht anstecken lässt ist selber schuld …

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Go Russia!

Silk Way Rally 2010

Die Transsyberia 2010 lässt auf sich warten. Nichts als Ankündigungen, Verzögerungen aber keine wirklichen Informationen vom Veranstalter. Nicht mal darüber, dass sie doch nicht stattfindet - warum auch immer. Seit Monaten ist die Webseite unverändert, das veröffentlichte technische Reglement erweckt immer noch den Eindruck dass hier eine Rallye geplant ist. Inzwischen läuft die Zeit weg, der Sommer steht fast vor der Tür.

Aber da gibt es ein ganz anderes aufgehendes Licht am östlichen Horizont! Und im Osten geht ja bekanntlich die Sonne auf: gestern fand die zweite Pressekonferenz der A.S.O. zur Silk Way Rally 2010 statt und seit gestern gibt es auch eine neue Webseite einschließlich Streckenverlauf und weiteren Informationen zur Silk Way Rally 2010. Nach den Informationen der ersten Pressekonferenz sollen ja auch Amateurteams zugelassen werden. Also wenn das für uns kein gutes Zeichen ist! Ist zwar nicht ganz Sibirien mit seiner unendlichen Schönheit. Aber auch Russland, die Wüste im südlichen Kalmückien und die kaukasische Steppe haben garantiert ihre Reize. Die Silk Way Rally gehört zur DAKAR Series und wird zusätzlich von Russland als Promotion für die 2014 in Sotschi stattfindenden Olympischen Winterspiele genutzt. Das lässt ein hochprofessionell organisiertes Event erwarten und wir hoffen neben der Rallye selbst natürlich auf zahlreiche interessante Eindrücke und Erlebnisse rund um die Veranstaltung. Bleibt außer der Registrierung und Organisation des gesamten ‘Drumherums’ noch die spannende Aufgabe der Logistik hinsichtlich einiger Tausend Kilometer An- und Abreise. Und weil Rom auch nicht an einem einzigen Tag aufgebaut wurde, haben wir dafür noch etwas Zeit und Platz für garantiert viele Berichte hier im Blog.

Russland, wir kommen! Aber vorher freuen wir uns mindestens genauso erst einmal auf die Baja-Saxonia Rallye am Himmelfahrt-Wochenende.

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Let’s rally!

Das wird unser Jahr! Ganz sicher! Gerade einige Stunden alt, zeigt sich das Jahr bereits von seiner besten Seite und produziert neben einigen Schneekrümeln auch interessante Neuigkeiten. Übrigens, Schneekrümel sorgen ja allgemein in Deutschland für Chaos auf den Straßen und neuerdings auch bei der Bahn. Man kann ja im Winter auch nicht damit rechnen, dass es mal kalt wird und dann auch noch schneit. Vorteil 4×4 - vier angetriebene Räder helfen zum Glück nicht nur offroad in Sand und Schlamm sondern auch inmitten der weißgezuckerten Zivilisation.

Apropos Neuigkeiten - nur einen Beitrag weiter unter hatte ich das Thema Schumi und das abgeblasene Formel-1 Comeback erwähnt. Da sieht man, wie schnelllebig die Zeit ist. Rechtzeitig vor Weihnachten gab es hier ja inzwischen neue Nahrung für das Medienspektakel. Alle Achtung, er will es doch noch mal wissen. Viel interessanter für uns wird aber garantiert die heute anlaufende DAKAR in Südamerika werden. Hier geht es zwar letztendlich auch fast nur um eine gigantische Materialschlacht, zumindest bei den Profis. Aber es gibt auch Teams mit kleineren Budgets, und das ist doch die eigentliche Würze für die DAKAR. Undenkbar im Formel-1 Zirkus. Also schauen wir mal, wie sich die einzelnen Teams bei der Andenüberquerung schlagen.

Dieses Jahr sind auch wieder einige Toyota Landcruiser J12 (Prado), unterstützt vom Reifenhersteller Cooper-Tires in Argentinien am Start. Genau unser Fahrzeugtyp, genau unsere Reifen. Laut marathonrally.com aber eine ‘außergewöhnliche Reifenwahl’. Bisher hatten wir jedoch nur gutes über die auf unserem YellowCruiser montierten Cooper STT Reifen gelesen, gehört und auch selbst erfahren. Daher ist das Thema für uns besonders spannend. Viele Australier schwören auf Cooper STT Reifen, sollte die südamerikanische Wüste hier andere Anforderungen stellen?

Aber zurück zu den Neuigkeiten: gemeinsam mit unseren Freunden von MT Rally (Polen) werden wir in diesem Jahr einen gemeinsamen Messestand auf der Automesse AMI im April in Leipzig bestreiten. Informationen aus erster Hand für alle Rallye-Interessierte! Und in diesem Zusammenhang wird es gemeinsam mit unseren Partnern und der Messe einige äußerst interessante Preise zu gewinnen geben - etwas, was man sich garantiert nicht kaufen kann. Aber die Katze lass’ ich heute und hier mal noch nicht aus dem Sack, wir wollen doch schön neugierig bleiben …

Sonst noch was? Na klar, heute ist die Anmeldung für die BAJA-SAXONIA Rallye rausgegangen! Also bitte schon mal vormerken: 13.-15.05.2010 in der Nähe von Leipzig. Und in wenigen Tagen wird die Registrierung für die MT Rally in Polen (24.04.-01.05.2010) möglich sein und definitiv erfolgen. Nicht schlecht für den ersten Tag des Jahres, oder?

Na dann - Euch allen ein gesundes, maximal interessantes und erfolgreiches Jahr 2010! Und - Let’s rally!

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Wie doch die Zeit vergeht

Advent, Advent …

Jetzt ist das Jahr 2009 fast gelaufen. Oder sagen wir lieber die Zielflagge ist schon am Horizont zu sehen. Noch wichtiger aber, unser Projekt und vor allem dieser Blog hier ist damit ungefähr ein Jahr alt. Ein Grund zum Feiern? Zumindest scheint ein Rückblick auf das vergangene Jahr lohnenswert. Nicht nur was unser Rallye-Projekt anbetrifft, sondern auch was rundum in der Welt passiert ist. Da hat uns doch das vergangene Jahr solch unglaubliche Dinge wie einen US-Präsidenten als Friedensnobelpreisträger oder Herrn Westerwelle als Bundesaußenminister beschert. Volkswagen hat die DAKAR in Südamerika mit einem Dieselauto gewonnen, nach einem riesigen Presse-Rummel kehrt Schumi nun doch nicht in die Formel-1 zurück während sich Toyota leider ganz von diesem Zirkus verabschiedet. Opel ging das ganze Jahr über mehrmals den Bach rauf und runter und selbsternannte Automobilexperten haben jede Woche ihre schlauen Weisheiten über die Zukunft des Automobilstandortes Deutschland und der Branche insgesamt verbreitet.

Anfang des Jahres hatte ich mich nach leidvollen, schier unglaublichen Erfahrungen schmerzhaft von meiner langjährigen ‘Jugendliebe’ - also DER amerikanischen Offroad-Marke - getrennt, weil diese durch allgemeine Ignoranz und Überheblichkeit auf unterschiedlichster Ebene nur mit sich selbst beschäftigt schien. Die ersten Einträge dieses Blogs widmen sich einigen persönlichen Erlebnissen, allerdings wird hier nur die Spitze des Eisberges sichtbar. Unterhalb der Oberfläche hat es ganz schön rumort. Rückblickend war der Rosenkrieg mit anschließender Trennung aber ein notwendiger Befreiungsschlag.

Dass es auch anders geht zeigen die vielen positiven Beispiele und Erlebnisse in Verbindung mit unserem Projekt im Laufe des Jahres, angefangen mit der Unterstützung und dem Enthusiasmus beim Umbau unseres Toyo’s, dem uneingeschränkt freundlichen Service beim Toyota-Händler, dem Echo auf der Abenteuer-Allrad in Bad Kissingen, im Buschtaxi-Forum bis hin zum direkten Feedback auf diesen Blog.

Letzterer hat im Laufe des Jahres so richtig Laufen gelernt. War ich anfangs etwas skeptisch was das regelmäßige Berichten anbetrifft, so sind doch hin und wieder hoffentlich interessante Beiträge und Bilder zustande gekommen. Leider ist aber unser großes Ziel für dieses Jahr, nämlich die Transsyberia-Rallye und eine intensive Bild- und Textreportage von unterwegs, der allgemeinen Wirtschafts- und Automobil-Krise zum Opfer gefallen. Schade, ist aber nicht zu ändern. Wir hoffen weiter auf eine Neuauflage im nächsten Jahr!

Aber auch unabhängig davon wird es nächstes Jahr zahlreiche interessante Events für unser Amateur-Rallye-Projekt geben, von denen wir umfassend berichten werden. Die Planungen dafür laufen schon auf vollen Touren. Mehr darüber wird es dann auch bald hier im Blog geben - bleibt mal schön neugierig und lasst Euch überraschen …

Bis dahin, eine schöne Advents- und Weihnachtszeit - und schaltet mal einen Gang runter!!

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Passkontrolle

Jedes Ding braucht heutzutage einen Ausweis oder irgendein behördliches Stück Papier. Mindestens. Ein Automobil zum Beispiel braucht in unseren Breiten gleich eine ganze Kiste davon:  Zulassung, Kfz-Brief, Kennzeichen, Grüne Versicherungskarte, Umwelt- bzw. Feinstaubplakette, TÜV- und ASU-Plakette und möglichst ein Serviceheft mit regelmäßigen Stempeln. Ein ordentliches Race-Car wie unser YellowCruiser braucht aber noch mehr: ABE-Gutachten für Anbauteile, Herstellerzertifikat für den Sicherheitskäfig, diverse FIA Homologationen (FIA: FEDERATION INTERNATIONALE DE L’AUTOMOBIL) für verschiedene Teile und auch einen so genannten FIA-Wagenpass (Passport Technique). Ziemlich viel Papierkram, oder?

Während die erstgenannten, gefühlt knapp einhundert Dokumente allein für die Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr notwendig sind, werden die letztgenannten Ausweise zusätzlich für die Teilnahme an FIA-lizenzierten Rennveranstaltungen benötigt. Also zum Beispiel für die DAKAR oder für die Silk Way Rally.

Natürlich braucht Mann oder Frau für die Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr dann auch noch einen Führerschein in der jeweiligen Fahrzeugklasse. Und für die Teilnahme an FIA-Wettbewerbsveranstaltungen braucht man eine FIA-Lizenz, damit alles seine Ordung hat.

Nachdem in dieser Woche unser YellowCruiser nun auch endlich einen FIA-Wagenpass bekommen hat, sind wir jetzt also total up-to-date. Zumindest was den notwendigen Papierkram anbetrifft. Kann man darauf stolz sein? Nun ja, zumindest macht das in gold-bronze (!) eingebundene, 16-seitige Dokument mit dem Hinweis “Ce véhicule a été accepté en Groupe T2″ - was soviel heißt wie “geht schon in Ordung für Gruppe T2 [= seriennahe Geländefahrzeuge]” und mit abgestempelten Fotos unseres YellowCruisers schon was her. Zumindest rein optisch.

Und so vorbereitet könnten wir eigentlich mal schnell die DAKAR gewinnen. Zumindest rein dokumententechnisch würde dem jetzt eigentlich rein gar nichts mehr im Wege stehen …
;-)

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American Style oder Sushi

Die letzten Wochen waren ziemlich hart. Von verschiedener Seite erhalte ich Signale, dass die langjährige Liebe zu amerikanischen Geländewagen und der beliebten Marke wohl nicht in gleicher Weise erwidert wird. Irgendwie passen wir vielleicht doch nicht zusammen. Sicher habe auch ich Fehler gemacht und zu hohe Erwartungen in die Händler dieser Marke und die Marke selbst gesetzt. Aber unser Ziel oder sagen wir besser, das Amateur-Rallye-Projekt müsste eigentlich bestens in die Welt und die Philosophie der US-Marke passen. Schade, aber vielleicht können wir Freunde bleiben …

Nun gut, andere Mütter haben auch schöne Töchter. Und die sind durchaus gut gebaut und hart im Nehmen. Und ein Toyota Landcruiser J12 gehört sowieso schon seit einigen Jahren zur Familie. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nahe liegt? Warum Geld zu uninteressierten Autohändlern tragen, wenn  schon ein Fahrzeug mit den besten Genen auf dem Hof steht? Zur Rallye DAKAR in diesem Jahr haben sich einige Toyota Landcruiser bestens geschlagen. Also war der Entschluss nach einiger Diskussion in Freundeskreis und Familie gefasst: ab sofort wird die japanische Flagge ausgerollt! Der Toyo wird unser Race-Car! Und mit dem Toyo-Händler um die Ecke gab es auch noch nie Probleme, beste Betreuung und toller Service.

Schade für die Americanos, aber nach so einer (Ent-)Scheidung kann man wieder viel klarer und optimistisch nach vorne schauen. Yes we can! Oder sagen wir besser: Nichts ist unmöglich - Toyota …

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