Sonntag, 5 of September of 2010

Tag » FIA

Passkontrolle

Jedes Ding braucht heutzutage einen Ausweis oder irgendein behördliches Stück Papier. Mindestens. Ein Automobil zum Beispiel braucht in unseren Breiten gleich eine ganze Kiste davon:  Zulassung, Kfz-Brief, Kennzeichen, Grüne Versicherungskarte, Umwelt- bzw. Feinstaubplakette, TÜV- und ASU-Plakette und möglichst ein Serviceheft mit regelmäßigen Stempeln. Ein ordentliches Race-Car wie unser YellowCruiser braucht aber noch mehr: ABE-Gutachten für Anbauteile, Herstellerzertifikat für den Sicherheitskäfig, diverse FIA Homologationen (FIA: FEDERATION INTERNATIONALE DE L’AUTOMOBIL) für verschiedene Teile und auch einen so genannten FIA-Wagenpass (Passport Technique). Ziemlich viel Papierkram, oder?

Während die erstgenannten, gefühlt knapp einhundert Dokumente allein für die Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr notwendig sind, werden die letztgenannten Ausweise zusätzlich für die Teilnahme an FIA-lizenzierten Rennveranstaltungen benötigt. Also zum Beispiel für die DAKAR oder für die Silk Way Rally.

Natürlich braucht Mann oder Frau für die Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr dann auch noch einen Führerschein in der jeweiligen Fahrzeugklasse. Und für die Teilnahme an FIA-Wettbewerbsveranstaltungen braucht man eine FIA-Lizenz, damit alles seine Ordung hat.

Nachdem in dieser Woche unser YellowCruiser nun auch endlich einen FIA-Wagenpass bekommen hat, sind wir jetzt also total up-to-date. Zumindest was den notwendigen Papierkram anbetrifft. Kann man darauf stolz sein? Nun ja, zumindest macht das in gold-bronze (!) eingebundene, 16-seitige Dokument mit dem Hinweis “Ce véhicule a été accepté en Groupe T2″ - was soviel heißt wie “geht schon in Ordung für Gruppe T2 [= seriennahe Geländefahrzeuge]” und mit abgestempelten Fotos unseres YellowCruisers schon was her. Zumindest rein optisch.

Und so vorbereitet könnten wir eigentlich mal schnell die DAKAR gewinnen. Zumindest rein dokumententechnisch würde dem jetzt eigentlich rein gar nichts mehr im Wege stehen …
;-)

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Um- und ausgebaut (1)

Baustelle Toyo, eine Großbaustelle? Die Liste der Wünsche ist lang, gefährlich lang. Je intensiver ich mich mit dem Thema beschäftige, umso länger wird sie. Es fällt schwer, zwischen ‘must have’ und ‘nice to have’ zu unterscheiden. Was brauchen wir wirklich, auf was können wir verzichten? Was können wir selbst realisieren, was muss ein Profi machen? Und dann soll der Toyo ja nicht nur harte Wettbewerbsetappen in der sibirischen oder mongolischen Steppe ohne größere Schäden überstehen, so ein Race-Car muss ja auch ordentlich was her machen. Von einem langweiligen Auto macht kein Journalist auch nur ein Foto - es sei denn das Auto gewinnt die Rallye. Aber das wäre wohl für heute etwas zu viel Selbstbewusstsein ….

Nach einigen Recherchen waren sie gefunden: DAKTEC, die Profis für den Um- und Ausbau des Toyo’s zum Race-Car. Zumindest was die wesentlichen technischen Dinge anbetrifft wie Fahrwerk, Winde, Sicherheitskäfig gemäß FIA-Anforderungen, Sportsitze, Snorkel, Tripmaster und einiges mehr. Die Rallye-Erfahrung von DAKTEC hat mich überzeugt. Wer selbst erfolgreich über viele Jahre Marathon-Rallye fährt, sollte wissen, worauf es ankommt. Glaube ich.

DAKTEC hat zugesagt, den Umbau fotografisch zu dokumentieren. Zu finden auf DAKTEC’s Website www.daktec.de, aber auch hier werde ich einige Bilder einstellen. Dem Umbau insgesamt, mit vielen Details und Bildmaterial, werde ich eine spezielle Seite hier auf 4×4-Rally.com widmen. Denn ein Umbau ist niemals zu Ende …

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