Samstag, 21 of Oktober of 2017

Tag » MT Rally

Wir sind wieder da …

… also nicht nur in diesem Blog hier, aber dazu später mehr. Auch wenn es hier einige Zeit ziemlich ruhig war, so hat sich doch einiges getan in den letzten Wochen und Monaten. Leider war viel zu wenig Zeit, dies alles zu dokumentieren.

Es gäbe viel zu berichten, angefangen von unserem YellowCruiser. Der Toyo wurde inzwischen Beweisobjekt in einem garantiert spannend werdenden Gerichtsprozess. Allerdings ist hinsichtlich einer öffentlichen Berichterstattung diesbezüglich sicher (zunächst) etwas Zurückhaltung angebracht, Insider wissen aber schon worum es geht. Die gute Nachricht: unsere Rechtsschutzversicherung konnte unseren Argumenten, Beweisen und Gutachten folgen und übernimmt alle Kosten für Anwälte, Gutachter und Gericht. Na dann mal auf in die Schlacht, die Arena wechselt mal eben von der Rallye-Piste in den Gerichtssaal. Bemerkenswert ist aber, dass es hier – fernab von Staub und Schlamm – trotzdem ziemlich „schmutzig“ zuzugehen scheint …

Und dann wäre da auch der Ausbau unseres Service-Trucks: gleichzeitig mobile Werkstatt und „Rallye-Hotel“. Inzwischen ist der Innenausbau vom Doppelstockbett über Regale, Werkbank, Wassertank und Reifenlager bis hin zur Beleuchtung und Solaranlage so gut wie abgeschlossen. Und der Truck hat sich am letzten Wochenende auch bereits perfekt bewährt!

Ach ja, dann gab es auch noch die plötzliche, verletzungsbedingte Absage unserer fest geplanten Teilnahme an der Breslau Balkan Rallye im September. Zu schade, wir hatten uns auf zwei Wochen voller Abenteuer und neuer Eindrücke in Osteuropa gefreut! Mitten in den Vorbereitungen mussten wir aber leider die Reißleine ziehen und daheim bleiben.

Also, doch viel passiert in letzter Zeit. Und was ist eigentlich mit Rallye?

Wie ich schon sagte, wir sind wieder da! Am letzten Wochenende stand die aktuelle Ausgabe der MT Series Rallye in Polen auf dem Programm. Nachdem wir „dank“ der bei Gericht zu besprechenden (…) Probleme am Toyota sowohl bei der MT Series im Vorjahr als auch bei der MT Rally in diesem Frühjahr mit diversen Schäden am Fahrwerk abbrechen mussten, haben wir uns jetzt wieder nach Drawsko Pomorskie gewagt und uns dort mit dem neuen YellowRacer ins schlammige Vergnügen gestürzt. Das haben wir vorher nicht an die große Glocke gehängt, wollten wir doch erst mal ganz für uns allein sehen, wie wir uns schlagen. Wie wir dann trotz zweier massiver Navigationspatzer und „Peter’s Pinkelpausen“ durch die Rallye gekommen sind und mal nebenbei als Sieger im GORM-Finallauf gewertet wurden, lest Ihr dann aber im nächsten Blogeintrag.

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Déjà-vu im polnischen Wald

Als für uns erstes Event des Jahres sollte uns die MT Rally vom 11. bis 14. April 2012 in der Nähe von Drawsko Pomorske (Polen) auf die kommende Motorsport-Saison einstimmen. Wir hatten einige handfeste Gründe, die Rallye verhalten anzugehen und vor allem auf gewohnt sichere Navigation zu setzen, anstatt es gleich richtig krachen zu lassen. Mussten wir ja im vergangenen Herbst die MT Series im gleichen Gelände aufgrund wiederholter Defekte am neuen Fahrwerk unseres YellowCruisers leider abbrechen.

Nachdem das Fahrwerk über den Winter nochmals überarbeitet wurde und auch einige Fahrwerksteile, die es im Herbst wiederholt zerstört hatte, extra verstärkt wurden, wollten wir zunächst erst einige Erfahrungen mit dem neuen Setup machen und fuhren von Beginn an sehr defensiv. Dies war darüber hinaus auch beabsichtigt im Hinblick auf die in nur vier Wochen auf die MT Rally folgende Baja300 Mitteldeutschland. Da diese unmittelbar ‘vor unserer Haustüre’ stattfindet, wollten wir zur MT nicht unbedingt größere Schäden am Fahrzeug riskieren. Also starteten wir am Mittwoch gut gelaunt und mit einer gehörigen Portion Optimismus in den Prolog und in die anschließende erste Nachtetappe, dem eigentlichen Highlight der MT Rally. Diesmal waren bei der MT sogar zwei Nachtetappen vorgesehen - selbstverständlich ohne Abstriche bei den Tagesetappen, was in Kombination mit dem üblichen Betrieb im Fahrerlager erhebliche Schlafdefizite ankündigte. Egal, wir hatten so wie die meisten Teilnehmer für genügend Extra-Licht gesorgt, einschließlich einer Großpackung Sicherungen und Ersatzlampen für den Fall der Fälle und stürzten uns in die Dunkelheit des polnischen Waldes.

Neben dem Respekt vor den berühmt-berüchtigten, vor allem nachts sehr schwer abschätzbaren Panzerwellen auf dem NATO-Truppenübungsplatz sorgten wir uns auch etwas vor plötzlich auftauchendem Großwild, was wir in der Nacht zuvor bereits an der Strecke gesehen hatten. Die CP’s fanden wir spielend, unser neues GPS-System unterstützte uns auch perfekt bei den zum Teil unmittelbar aufeinander folgenden Kompasskursen. Ohne jegliche Navigationsfehler kamen wir im Gegensatz zu einigen anderen Teams vor allem hier sehr gut voran. Jedoch versagte etwa nach der Hälfte der Etappe ohne Vorwarnung und ohne bewusst wahrgenommene Kollision mit Boden, Baumwurzeln oder ähnlichem unser überarbeitetes Fahrwerk wieder seinen Dienst und ein zerbrochener Querlenker an der Vorderachse einschließlich abgerissener Koppelstange und in Folge aufgerissener Antriebswelle verbot uns die Weiterfahrt und machte eine Bergung durch den MAN KAT der ORGA notwendig. Letzteres erfolgte ausgesprochen zügig und sehr professionell!

Nach der Reparatur des Schadens in der zweiten Nachthälfte - danke hier an den Teamkollegen vom 4×4-Club Leipzig ! - konnten wir zum Glück am darauf folgenden Morgen in die zweite Etappe starten. Auch hier lief es zu Beginn wieder trotz selbst verordneter Langsamfahrt sehr gut, es gab einen abwechslungsreichen Gelände-Mix und wieder zahlreiche Kompasskurse. Zwar empfanden wir und manches andere Team einige Abschnitte der Strecke -  insbesondere ein tiefes Schlammloch, dass für uns nur mit Windeneinsatz zu bezwingen war - als nicht ganz passend unter der Bezeichnung ‘Cross Country’, aber insgesamt war dies dann doch zu vernachlässigen. Zumindest bescheinigte man uns hier die schnellste und professionellste Winch-Aktion, was vor allem dem Einsatz unseres Co-Piloten zu verdanken ist. Nicht zu vernachlässigen war für uns jedoch der erneute Wegfall der Dämpferwirkung unseres Fahrwerks an der Vorderachse im letzten Viertel der Etappe. Dieses Déjà-vu brachte uns zurück auf die Tatsche, dass es hier doch erhebliche Probleme zu geben scheint und die Sichtung des Schadens nach Zieleinfahrt bestätigte die erneute Zerstörung diverser Teile in diesem Bereich. In Anbetracht dieser Tatsache(n) entschieden wir uns dann, die MT Rally an dieser Stelle abzubrechen.

Unabhängig davon war die MT Rally wieder eine sehr professionell organisierte Veranstaltung, mit deutlich mehr Teilnehmern als in der Vergangenheit. Danke und Grüße an das gesamte MT Rally Orga Team um Tomasz und Moli!

Gebrochener Querlenker

"Gebrochener" Navigator ;)

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MT Rally - Schlaf ist Luxus

Verdammt, die Nacht hier im Fahrerlager war ja wieder viel zu kurz. Und laut! Eigentlich wie immer zur MT Rally. Und wie immer sind wir wieder mal mehr als nur leicht verspätet aus Leipzig weggekommen. Gestern Nachmittag stand der LKW noch mit offener Wunde an der Vorderachse (Bremse …) in der Werkstatt, „… na das wird heute aber nichts mehr“, waren die motivierenden Worte des Werkstattmeisters. Hallo? Habe ich das gerade richtig gehört? Wir haben unsere komplette Ausrüstung und auch noch die von zwei weiteren Teams geladen! Und eine (fast) komplette Werkstatt! Das kannst Du nicht mal eben schnell umladen! Und wohin überhaupt umladen? Man erwartet uns mit genau diesem LKW spätestens gegen Mitternacht in Drawsko Pomorskie (Polen), NATO-Truppenübungsplatz, MT Rally eben. BITTE mach, dass der LKW wieder rollt!!

Die letzten Wochen standen voll im Zeichen der Vorbereitung unseres neuen Service-LKW’s – eigentlich eine lange Story, vom Kauf über TÜV, Überführung, Zulassung, Komplettierung, Ausbau, diversen Verbesserungen und Reparaturen bis nun auch zum Thema Bremsen – aber ich will hier ja kein Buch schreiben. Nur so viel: Adrenalinspiegel seit November fast täglich oberhalb aller verträglichen Maße. Und das nun auch noch bis zum letzten Tag und in voller Wucht!

Aber jetzt haben wir es doch bis Polen geschafft. Und unserer DAF Truck hat’s auch überstanden und uns erstaunlich komfortabel über die Autobahn geschaukelt. Nachdem uns das Thema LKW-Maut in Polen für nur eine handvoll Kilometer kurz hinter der Grenze dann auch noch fast eine bürokratische Stunde und gefühlte 27 Unterschriften auf tonnenweise Papierkram gekostet hat , sind wir heute kurz vor 02:00 Uhr ins Fahrerlager gerollt. Ein Wiedersehen mit guten Freunden! Und der vertraute Geruch (und Lärm …) des Fahrerlagers…

Inzwischen steht unser kleines Camp, Registrierung und technischer Check sind absolviert. Noch eine Stunde bis zum Fahrerbriefing und dann noch eine bis zum Prolog. Richtig spannend wird’s dann heute Abend bei der ersten Nachtetappe. Und derer soll es ja dieses Mal gleich zwei geben. Also neben den „normalen“ Tagesetappen. Wann schlafen wir hier eigentlich mal?

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MT Rally: Winde gut, alles gut

Am letzten Tag der MT Rally gab es noch einmal 100 sonnige Kilometer über einen Mix aus schnell befahrbaren Waldwegen und festen Sandpisten, aber auch wieder extrem welligen und ausgefahrenen (Schleich-)Wegen. Und auch unsere selbstbewusste Wind musste unbedingt noch mal zeigen, dass sie nicht umsonst vor unserem YellowCruiser spazieren fährt - nur wenige Kilometer nach dem Start gab es erhebliche Staus an einem Schlammloch, das leider nicht umfahren werden konnte. Einige Fahrzeuge kamen durch, andere nicht. Nun, wie sollte es auch anders sein - wir gehörten wieder mal zu den Pechvögeln. Hans-Peter’s Schuhe waren gerade vom Schlammbad der Nachtetappe getrocknet, nun durften sie sich noch einmal einen vollen Schluck der schwarzbraunen Masse genehmigen - schmatz!

Zum Glück standen außer Fotografen auch noch einige Bäume in geeigneter Stärke rum und boten Halt für unser Windenseil. Wir waren ja schon hinsichtlich diverser Bergungsaktivitäten ein eingespieltes Team und somit saßen alle Handgriffe perfekt und das Thema war schnell erledigt. Der Nächste bitte zum Winchen …

Ansonsten gab es keine weiteren Probleme auf der Etappe, im Gegenteil - es wurde auf einigen Abschnitten richtig schön schnell. Eine schnurgerade, leicht abwärts verlaufende und fast alsphaltmäßig glatt verlaufende, breite Sandpiste, die auch entsprechend fest gefahren war, bot ordentlichen Auslauf für unseren dicken Diesel und damit Geschwindigkeiten jenseits der 100km/h - ich will Spaß, geb’ Gas! Genau am Ende der Piste  befand sich ein Checkpoint und es war schon ein eigenartiges Gefühl, mit Vollspeed auf die dort befindlichen Personen zu zu rasen und möglichst spät zu bremsen, damit man gerade noch so zum Stehen kam um den wichtigen Stempel abzuholen. Aber die Kollegen dort waren gut vorbereitet und schienen jederzeit zum Sprung in den Tiefsand an der Seite bereit zu sein.

Zum krönenden Abschluss gab es unmittelbar vor dem Ziel noch einen netten Kompasskurs, der aber ganz gut zu meistern war. Damit war die MT Rally 2011 vorbei! Geschafft! Ziel erreicht! Die Gesamtwertung wies Platz 19 aus, nicht berauschend aber für uns insgesamt zufriedenstellend.

Jetzt hieß es YellowCruiser vom Dreck befreien, aufladen und Heimweg antreten. Für die Fahrzeugreinigung fanden wir eine sehr kooperative Tankstelle in Drawsko Pomorskie, bei der wir für wenig Geld in aller Ruhe waschen konnten und vor allem mit dem Hochdruckreiniger Fahrwerksteile und Unterboden von der Schlammkruste befreien konnten. Eine erste Schadenanalyse brachte ein beschädigtes Motorlager sowie eine schwergängige und wieder klappernde Lenkung zum Vorschein. Darüber hinaus leuchteten einige bunte Lämpchen im Kombiinstrument, die wohl besser nicht leuchten sollten. Hier muss der Fachmann ran, hoffentlich nichts Ernstes!

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MT-Rally: Aaaachtung Bump!

Am dritten Tag der MT Rally gab es wieder eine 160 Kilometer lange Etappe im Zickzack-Ritt über den polnischen Truppenübungsplatz bei Drawsko Pomorskie zu absolvieren. Allerdings merkte man nicht wirklich viel vom Zickzack-Kurs über ausgefahrene Panzerstrecken und ausgewaschene Waldwege, nur der gelegentliche Blick auf die aufgezeichneten GPS-Streckendaten im Garmin-Offroad-Navi zeigte wie wir uns von einer Seite des Geländes auf die andere Seite „mäanderten“. Einige Streckenabschnitte ermöglichten auch Geschwindigkeiten um die 100km/h, allerdings immer mit einem wachsamen Auge auf plötzlich auftauchende Bodenwellen. Diese konnten weit über einen Meter tief sein und waren vor allem in bewaldeten Abschnitten durch die ungünstigen Lichtbedingungen aufgrund des starken Licht- / Schatten-Kontrastes nur schwer auszumachen. Auch plötzlich querende Wege mit tief eingegrabenen Fahrspuren waren extrem gefährlich bei höheren Geschwindigkeiten. Hans-Peter konnte dank seiner Körpergröße und somit einem etwas vorteilhafteren Blickwinkel viele Bodenwellen einige Zehntelsekunden eher ausmachen als ich und gleichzeitig mit seinem „Aaaachtung Bump!!“ wanderte das Bremspedal blitzartig zum Bodenblech. Mindestens ein mal jedoch trotzdem zu spät, so dass wir ziemlich hart aufschlugen. Unsere massive Frontstoßstange – die leider mitsamt Winde viel zu schwer ist und aufgrund des Gewichtes an anderer Stelle oft für Probleme sorgt – scheint den Aufprall aber recht gut abgefangen und andere Teile vor dem sofortigen Exitus geschützt zu haben. Später haben wir jedoch gemerkt, dass die Wucht des Aufpralls offensichtlich ein Motorlager zu hart getroffen und außer Gefecht gesetzt hat. Auch wieder auftretende Probleme mit der Lenkung nach dieser Etappe sind möglicherweise auf den einen, uns stark in Erinnerung gebliebenen Aufschlag zurück zu führen.

Weite Teile der Strecke konnten wir mit unserem Fahrwerk – das für sehr tiefe Bodenwellen nicht gut ausgelegt ist – nur mit gedrosselter Geschwindigkeit fahren. Andere Teams prügelten deutlich schneller über manche der für uns nur im Schleichgang möglichen Strecken. Hier gibt es am YellowCruiser noch deutlichen Änderungs- und Optimierungsbedarf: Gewicht runter, Platz in den Radkästen rauf. Überhaupt sammeln sich nach nun einem Jahr echter Rallye-Erfahrung eine ganze Menge an Änderungs- und Umbauideen am YellowCruiser. Die nächsten Rallyes und vor allem die interessanten Gespräche mit anderen Teams und auch das sicher erlaubte Abgucken der einen oder anderen technischen Lösung von anderen Fahrzeugen werden hier garantiert die Wunschliste weiter füllen. Unser YellowCruiser scheint in der jetzigen Verfassung nicht für vordere Platzierungen geeignet zu sein. Die Erkenntnis ist natürlich nicht ganz neu, auch ist das nicht unbedingt schlimm, denn das Sammeln von Erfahrungen kommt vor dem Sammeln von Erfolg. Und wir sind ja ursprünglich vor allem gestartet weil’s Spaß macht, ganz egal auf welchem Platz. Naja, ganz zum Schluss wollen wir dann doch auch nicht ankommen …

Trotz des Aufschlages konnten wir jedenfalls die dritte Etappe ohne weitere Probleme gut zu Ende bringen und Platz 19 einfahren. Das ist sicher nicht besonders rekordverdächtig, aber wir waren trotzdem stolz auf das Zwischenergebnis. Waren da doch manche Teams schon lange vorher bereits wieder abgereist, weil sie ihre Fahrzeuge bzw. wesentliche Teile davon schon während der ersten zwei Etappen kurz und klein geritten haben und die dazu – zumindest sah es so aus – bis an die Zähne mit Equipment, Ersatzteilen und Service-Crews ausgerüstet waren. Und die betreffenden Fahrzeuge schienen dabei meine Wunschliste und weit darüber hinaus schon umgesetzt zu haben. Also haben wir doch gar nicht so viel falsch gemacht, oder? Oder einfach Glück gehabt …

Heute aber endlich einige weitere Bilder:

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mt-6
Polnisches Rallye-Frühstück:
da bockt die Wurst …
Unser kleines Camp
Nach der Flutung - alles muss trocknen
Mach mal den Kleiderständer …
… und danach Kaffee!
Impressionen …
… der Nachtetappe
Toyo-Bruder
Power-Fiat
Warten am Start
Ein Kunstwerk der Natur
Rallye macht müde …
… und durstig!
Gute Laune am Abend …
… bei polnischer Folklore
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MT Rally: Wir saufen ab!!

Aber fangen wir von vorn an. Nach fünf Stunden Schlaf und einem Rührei konnte der zweite Tag hier im polnischen Rally-Camp einigermaßen positiv beginnen. Naja, wenn man von dem hellbraunen, lauwarmen Liquid absieht, was das Küchenpersonal hier wohl Kaffee nennt. Um das jedoch in das richtige Licht zu rücken, wir leben im Rally-Camp in einer Kaserne, die Küche „kocht“ hier sonst für NATO-Soldaten. Aber wechseln wir wieder zum Thema.

Nachdem unsere Hoffnungen auf ein Verschwinden der Elektrik-Probleme unseres YellowCruisers mal so ganz von allein und über Nacht - durch simples Trocknen nach der vielen Feuchtigkeit während der Nachtetappe - nach dem Frühstück allmählich schwanden, mussten wir uns diesen nun zwangsläufig widmen. Wasser und Schlamm hatten der Lichtmaschine zugesetzt, so dass diese keine Energie mehr lieferte. Zunächst hofften wir auf einen Hochdruckreiniger, der vor allem den Schlamm und Sand aus dem, an der wohl am schlechtesten zugänglichen Stelle angebrachten Bauteil entfernen sollte – vergebens. Wohl dem, der vorgesorgt hat: in unserem Ersatzteilvorrat befand sich genau ein Stück Lichtmaschine. Das Wechseln dauerte so seine Zeit, aber immerhin haben wir das Maschinchen wieder zum Laufen gebracht! Mit einer Stunde Verspätung konnten wir dann an den Start der zweiten Etappe der MT Rally gehen – oder sagen wir besser fahren. Diese verlief über viele Kilometer (insgesamt 160) im Prinzip ohne wesentliche Vorkommnisse, wenn man mal von der Tatsache der viel zu schnell in Richtung „Leer“ strebenden Tankanzeige absieht. Ich war nach der Nachtetappe davon ausgegangen, dass ein fast dreiviertel voller Tank Diesel für 160km Offroad-Spaß reichen sollte. Und wer wollte morgens um 03:00 Uhr nach der Nachtetappe, also total übermüdet ohne Licht und mit defekter Lichtmaschine noch in der polnischen Provinz nach eine Tanke suchen, die dann vielleicht gar nicht offen hat? Das dies ein Fehler war wurde mir schnell bewusst, ließ sich aber jetzt nicht mehr ändern - Augen zu und durch!

Ein Problem, auf das man gern verzichtet. Unschönes Gefühl, wenn eigentlich die ganze Etappe über meint zu wissen, dass es nicht reicht. Aber es reichte gerade so, puh ….!

Viel interessanter war eine fehlerhaft angefahrene Flussdurchquerung. Ich musste beim Anblick der Wassermassen vor uns an die erst neu eingebaute Lichtmaschine denken und ging die Furt wohl aus Angst um den Generator zu langsam an bzw. an einer falschen Stelle an. So etwa in der Mitte des Gewässers hatten wir uns festgefahren. Da musste direkt vor unseren Vorderrädern eine Betonkante in der Furt sein, die unsere Räder nicht erklimmen konnte. Nichts ging mehr. Das währe erst mal nicht ganz so schlimm, wenn nicht plötzlich unsere Füße nass geworden wären – also im Auto sitzend – und der Wasserstand im Innenraum Zentimeter um Zentimeter angestiegen wäre. Etwas Optimismus verbreitete nach einigen Minuten ein von hinten anfliegender Jeep – der jedoch winkend an uns vorbei fuhr. Nette Leute, vielen Dank!

Und als wir so richtig schön frustriert im Wasser saßen, tauchte plötzlich fröhlich grinsend Hansy von marathonrally.com auf - mit Pressekamera und immer auf Motivsuche natürlich - und hielt alles schön im Bild und auf Speicherkarte fest (so auch das Bild dieses Beitrags)! Nachdem ich dann schon die Bäume am gegenüberliegenden Ufer zwecks potenzieller Qualifikation zum mediengerechten Windeneinsatz in Augenschein nahm, näherte sich ein Landrover-Team von hinten und schickte sich an uns zu helfen. Zunächst scheiterten etliche Versuche mit dem Bergegurt, bis dahin dass sich der Kollege beim Anrucken die hintere Abschleppöse aus massivem Eisen abriss. Diese kam mitsamt Gurt in Bruchteilen einer Sekunde auf mich zugeschossen, verfehlte aber unsere Windschutzscheibe um einige Zentimeter und schlug im Dach ein. Glück gehabt!

Dann kam die Winde doch zum Einsatz, allerdings unter Nutzung des Landrovers als Zuganker. Das ging ganz gut und brachte uns bald wieder auf trockenen Boden zurück. Schätzungsweise 30 Minuten oder mehr waren verloren. Zuzüglich der später gestarteten 60 Minuten sowie zwei oder drei falscher, aber schnell korrigierter Navigationsentscheidungen, machte das absolut keine Hoffnung mehr unsere Platzierung von 15 (nach der Nachtetappe) zu verbessern. Natürlich ärgert man sich über die unnötige Wasserung, auch unabhängig von der Platzierung. Etwas Abhilfe aber brachte die Information nach ansonsten erfolgreicher Beendigung der Etappe, dass auch andere in der selben Flussdurchfahrt hängen geblieben waren. Zurück im Camp hieß es dann erst mal alles ausladen, auswringen und für guten Durchzug sorgen - ich schätze es wird wohl einige Wochen brauchen, bis unser YellowCruiser wieder vollständig trocken ist …

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MT-Rally: Licht aus …

Der Prolog zur MT-Rally war reichlich kurz. Etwas über 4 Kilometer Buckelpiste, reichlich Bewegungsfreiheit für Federn und Dämpfer. Aber kaum ausreichend um auf Betriebstemperatur zu kommen. Unsere Gedanken waren aber schon viel weiter voraus, bei der gegen 21.00 Uhr startenden Nachtetappe. 100 Kilometer, rundum alles mehr oder weniger grau oder schwarz. Werden unsere Dachscheinwerfer von Nutzen sein oder eher von tief hängenden Ästen abrasiert? Wie gut und wie rechtzeitig sind Hindernisse oder auch tiefe Bodenwellen sichtbar? Werden wir überhaupt die „Wege“ auf dem Panzerübungsplatz als solche identifizieren, geschweige denn an Kreuzungen den richtigen Abzweig zu finden? Auf unserer Anfahrt am Mittwoch hatten wir in den hiesigen Wäldern massenhaft Wild am Straßenrand stehen sehen, kommen uns die Hirsche oder Wisente – die es hier tatsächlich geben soll – in die Quere? Viele wirre Fragen und Gedanken, die mir vor der Etappe durch den Kopf gingen.

Dann ging es los, das Startschauspiel. Irgendwie surrealistisch, die Boliden und Streitwagen mitten auf dem dunklen, schier endlosen Gelände. Mit taghell leuchtenden Scheinwerfern an allen möglichen Positionen, auf dem Dach, auf der Stoßstange oder auf der Motorhaube. Den coolsten Eindruck machte ein 500er Fiat Prototyp, der als 4×4-Kampfmaschine aufgebaut war (Bilder folgen später bei besserer Internetverbindung). Dazu das Dröhnen der Motoren beim Abflug der Teams gleich hinter der Startlinie und wie sich die Race-Cars mit voller Festbeleuchtung in die Dunkelheit und den Wald bohrten. Einen besonders eindrucksvollen Hochstart legte Rolf vom ORC-Team hin, wobei er sich – wie ich später hörte – bei der unvermeidbaren Landung gleich wesentliche Motorteile seines neu aufgebauten Mercedes-G zerstörte und damit nur etwas später aus dem Rennen war. Schade!

Wir kamen gut vom Start weg und ich war begeistert von der Lichtausbeute unserer Dachscheinwerfer. Sehr gute Sicht, wir hatten die vier Scheinwerfer so ausgerichtet dass zwei nach vorn und je einer nach vorn rechts bzw. vorn links leuchtete und somit fanden wir alle Abzweigungen bestens. Hochspritzender Schlamm kam nicht bis auf das Dach und damit blieben die dortigen Scheinwerfer sauber. Das ermöglichte uns insgesamt eine sehr gute Navigation. Nur wenige Fehlentscheidungen oder etwas längere Überlegungen und 360° Zirkel. An manchen Stellen gab es massiven Verkehr in beide Richtungen, obwohl alle das gleiche Roadbook hatten!

Dann Schlamm. Tiefer Schlamm. Vorn, links und rechts. Na und vor allem unten! Alle Sperren drin, Vollgas. Plötzlich wechselte der Vortrieb in eine andere Richtung, nämlich nach unten. Wir saugten uns regelrecht in dem mehr als. 50 cm tiefen Schlamm fest – Ende. Sto djelatsch (was tun)? Ein uns verfolgendes Team hielt und zog uns freundlicherweise am Bergegurt aus dem Schlamassel. Allerdings hatte dabei Hans-Peter das unschöne „Vergnügen“ bis zu den Knien im Schlamm zu versinken, denn der Gurt musste ja vorn am Auto festgemacht werden (leider vor Aufregung keine Fotos gemacht!). Nur wenige Kilometer, danach kam dann Wasser – Flussdurchfahrt voraus. Eigentlich kein Problem, die Fotografen hatten tolle Motive – super Blitzlichtgewitter rundum.

Aber der Fluss schien etwas nachtragend auf die nächtliche Ruhestörung zu reagieren. Einige hundert Meter danach wurde es plötzlich um uns herum dunkel. Also nicht weil die Fotografen weg waren. Es dauerte einige Sekunden, bis ich realisierte, was passiert war. Licht aus! Bis auf die Nebelscheinwerfer – die ich ja erst vor der Rallye hinter Gitter verbannt hatte – leuchtete kein einziges Licht mehr am YellowCruiser. Sicherungscheck? Fehlanzeige, alle Sicherungen okay. Nach ca. 20 Minuten Fehleranalyse entschieden wir uns langsam und auf dem kürzesten Weg zum schon nahe liegenden Ziel durchzuschlagen. Glücklicherweise hatten wir bereits alle Checkpoints absolviert und konnten so die Etappe gerade noch gut beenden. Nicht mit Highspeed, aber immerhin. Allerdings sahen uns die Orga-Leute am Ziel etwas komisch an, und ich glaube das war weil wir von der falschen Seite ins Ziel gefahren kamen …

Trotzdem - Gesamtplatzierung nach einer Etappe: Platz 15 – von mehr als 30 Startern in unserer Klasse!.

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Ready to race?

Noch nicht ganz, aber wir nähern uns. Da sind nur noch so ungefähr eintausend “Kleinigkeiten” zu erledigen bis es nächste Woche auf geht nach Polen zur MT Rally. Was gehört in welche Kiste gepackt, was muss noch am YellowCruiser gemacht werden, wie, wer, was, wann, wo …

Gestern ist nun endlich unser Toyo nach den Reparaturen und Anti-Orangenhaut-Arbeiten wieder auf den heimischen Hof gerollt. Dort, wo vor einiger Zeit noch heftige Dellen und Knitter im Blech still und leise an unsere Balkan-Erlebnisse erinnerten, strahlt jetzt glatte Haut. Zwar noch nicht in gelber Farbe, aber immerhin glatte und straffe Rundungen - wie neu geboren. Robert ist eben der geborene Schönheitschirurg, hat alles schön glatt gemacht und das ganz ohne Botox oder Silikon. In den nächsten Tagen muss hier der Hobby-Fahrzeugfolierer noch mal ran, damit die Farbe wieder stimmt. Finale Kosmetik.

Aber auch unter dem Blech hat sich einiges getan: mehr Platz in den vorderen Radkästen für die (vielleicht zu) großen Räder, neue Lenkung die jetzt auch wieder gerade steht, überarbeitete Bremsen, geänderter Auspuff und neu konstruierte Achsfangbänder hinten. Na und noch dies und das, alles aufzuzählen wäre dann doch zu viel. Leider gab es Probleme mit dem geplanten Chip-Tuning (+25% Leistung, +25% Drehmoment, +25% mehr Spaß), aber daran arbeiten wir noch. Schließlich will ja so ein Projekt immer weiter entwickelt werden.

Und dafür braucht man ja übrigens auch immer genügend flüssige Mittel. Aber da reden wir nicht von Motorschmierung oder gar Super E10. “Wenn’s um Geld geht - Sparkasse!” - gab es nicht mal so einen Werbespruch? Nicht nur Sprüche macht die Sparkasse Leipzig - nachdem unser Projekt im letzten Jahr bereits von den Leipziger Bankern finanziell unterstützt wurde, hat man uns auch für dieses Jahr wieder Unterstützung zugesichert. Und darüber darf man sich schon mal ordentlich freuen, oder?

Na und neben Auto, Logistik, Organisation und Geld ging es die letzten Tage auch um das Thema Fitness. Schließlich zehren die anstrengenden Kilometer und Stunden zwischen Lenkrad, Tripmaster und (bretthartem) Schalensitz ganz schön an der Konzentrationsfähigkeit und Ausdauer. Und die gilt es nach einem langen Winter wieder etwas auf Vordermann zu bringen. Nicht dass unser frisch gelifteter YellowCruiser besser und fitter aussieht als die Besatzung …

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Wenn’s um Geld geht …
Wenn’s um Fitness geht …
Glatte Haut auch wieder vorn
Neue Achsfangbänder hinten

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Erstens kommt es anders

- und zweitens als man denkt! Und dann auch noch über Nacht und ohne Vorwarnung!

Aus die Maus! Einen Tag vor der Abfahrt nach Polen zur MT Series fällt unser Navigator wegen gesundheitlicher Probleme aus. Ersatz kurzfristig nicht möglich. Alles ist gepackt, organisiert, vorbereitet, umgebaut, angebaut, Dachzelt angeschafft und montiert, Trailer gemietet, Service-Team angeheuert, Presseinformation geschrieben, Journalisten eingeladen - unser Rallye-Tross steht vollständig zur Abfahrt bereit vor der Tür. Eigentlich wären wir jetzt schon unterwegs in Richtung Nordosten …

Irgendwie ist es wie verhext, im Frühjahr fiel die MT Rallye in Polen wegen des tragischen Flugzeugunglücks des polnischen Präsidenten ins Wasser und wir verschoben unsere lange herbei gesehnte Rückkehr nach Polen auf den Herbst. Hatten wir doch im letzten Herbst im Umfeld der 2009-er MT Series und auf den riesigen Truppenübungsplätzen Nordpolens so richtig Blut geleckt und das großartige Team um Tomasz und Moli kennen und schätzen gelernt. Goldener Herbst und Cross Country Rallye in Drawsko Pommorskie, nichts Schöneres kann es geben als einen solchen Saisonabschluss!

Bunte Wälder und noch buntere Race-Cars, aufregende Drifts im Sand, Highspeed auf breiten Panzerpisten. Benzingespräche am nächtlichen Lagerfeuer, endloses Schrauben und Reparieren im Fahrerlager. Tagsüber Kampf gegeneinander und gegen die Zeit, abends gemeinsames Feiern und gute Stimmung untereinander. Diesmal leider ohne uns.

We will miss you, MT Series Rally! See you next time.

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Blitzlichtgewitter

Seit Freitag stehen wir mit unserem YellowCruiser und einem Landrover unserer polnischen Freunde von MT Rally auf der Leipziger Automesse AMI. Und wir haben viel Spaß! Tomasz und Norbert, die nur zwei Wochen vor dem Start der MT Rally den langen Weg von Warschau nach Leipzig nicht gescheut haben, sind total gut drauf und es vergehen fast keine zehn Minuten ohne dass wir uns vor Lachen über diverse, schräge Offroad-Erlebnisse oder trockene Jokes biegen – die zwei spielen sich die Lachbälle nur so zu.

Nachdem am Presse-Freitag verschiedene interessierte Presseleute vorbei schauten und endlich einmal viel Zeit zum ‚Quatschen’ mit dem einen oder anderen Szenenkenner war, scheint jetzt am Wochenende halb Deutschland auf dem Weg durch die Messehallen zu sein. Eine doch ganz beachtliche Zahl an Leuten blieb bisher mit offenem Mund vor unserem YellowCruiser oder den Rallye-Videos stehen, die über unseren Bildschirm flimmerten. „Kann man da mal mitfahren“? Fast im Sekundentakt blitzen die Digikameras, die auf unseren Toyo gerichtet werden. Natürlich mit Papi oder Sohnemann stolz davor stehend. Und dann muss man sich solche Sprüche anhören wie „geiler Tscheep“ oder „hochgelegter Auspuff“ (meint Snorkel - grins).

Neben den ansonsten hier gezeigten Fahrzeugen des allgemeinen Interesses, ganz nach dem Motto „tiefer-breiter-schneller“ ist unser riesiges Race-Car nicht nur farblich ein absoluter Eyecatcher. Naja und bei der Öko-, CO2 oder E-Motion-Diskussion hier auf der Messe können oder wollen wir sowieso nicht mitreden. Wenn irgendwann nur noch Kleinstwagen mit maximal 150km Reichweite zwischen den Ladestationen hin und her surren und die Geländewagen- oder SUV-Dinosaurier ausgestorben sind, wird man uns dankbar sein, dass wir diese Spezies ordentlich pflegen und artgerecht halten …

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Car washing by Tomasz
Gespräch mit marathonrally.com
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Gewinnspiel: Co-Pilot für einen Tag

Jetzt ist es offiziell: zur Leipziger Messe Auto Mobil International (AMI) vom 10. bis zum 18. April 2010 verlosen wir gemeinsam mit der Messe unseren Navigator-Sitz für eine Etappe der MT Rally:

Gewinnen Sie einen Platz als Co-Pilot im Offroad-Race-Car des Teams von 4×4-Rally.com auf einer Etappe der MT-Rally.

Die MT-Rally - die größte Orientierungs-, Sport- und Abenteuerrallye in Europa - führt von Szczecin (Stettin) nach Zielona Góra, Polen (24.4.-1.5.2010). Anreise in eigener Regie am 24. April 2010 nach Szczecin, wo die Einweisung erfolgt. Anschließend gemeinsame Fahrt nach Drawsko. Dort darf der Preisträger des AMI-Gewinnspiels am 25. April bei der (Wertungs-)Etappe rund um Drawsko den Sitz des Navigators übernehmen. Die Hotel-Übernachtung mit Frühstück vom 24./25. April in Drawsko wird übernommen. Die selbst organisierte Rückreise erfolgt nach der Etappe am 25. April, aber auch ein weiterer Verbleib als Zuschauer bis zum Ende der Tour ist auf eigene Kosten möglich. Für die Rallye-Teilnahme muss der Gewinner im Besitz eines gültigen PKW-Führerscheins sein.

Was man dafür tun muss? Einfach die Frage auf der AMI-Webseite richtig beantworten - und etwas Glück haben! Naja, und etwas Mut gehört sicher auch dazu. So eine Rallye-Etappe ist kein garantiert Zuckerschlecken.

Und wehe dem Gewinner, wenn wir die Etappe nicht mindestens gewinnen!

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Messestress!

So eine Messe-Vorbereitung ist Stress pur! Aber das kenn wir ja auch aus dem ‘richtigen’, meint beruflichen Leben - nur dass man (also wir …) sich den Stress auch noch neben dem Job antut - muss das sein? Ich denke ja, denn wir haben einiges vor in diesem Jahr in Punkto Kommunikation und was bietet sich dafür besser an, also eine fast vor der Haustüre stattfindende Automesse zu nutzen? Vom 10. bis 18.04.2010 findet in Leipzig die Messe Auto Mobil International (AMI) statt und man kommt uns seitens der Messe freundlicherweise was die Kosten für einen 4×4-Rally.com-Messestand anbetrifft stark entgegen. Dafür haben wir und unsere Kooperationspartner im Gegenzug einige interessante Preise gestiftet, die in einem Gewinnspiel dann unter das aktive Messevolk gebracht werden sollen. Aber dazu später mehr.

Wir haben mit unseren polnischen Freunden von der MT Rally vereinbart, dass wir eine gemeinsame Präsentation von 4×4-Rally.com und der MT Rally - die ja nur wenige Tage nach der Messe stattfindet - realisieren und damit auf der Messe eigentlich DER Stand zum Thema Offroad-Motorsport sein werden. Keine schlechte Idee, wie uns das Feedback von verschiedenen Internetforen aber auch von einigen Presseleuten und von Leuten aus der Szene versichert. Also los, auf dass es ein tolles Event wird!

Zunächst muss ja erst mal die Gestaltung des Standes geplant werden, also vom Fußboden über die Beleuchtung bis hin zum etwaigen Standbau, also Wände zur Abgrenzung zum Nachbarstand hin. Aber wer sind die Nachbarn? Vielleicht ein Sportwagenhersteller mit zahlreichen gut aussehenden Hostessen? Dann bräuchten wir keine Wände …

Spaß beiseite - wir müssen natürlich auch eine kostenoptimale Lösung finden, was heißt das ganze soll möglichst nichts kosten und trotzdem irgendwie gut aussehen und natürlich zum Charakter des Standes passen. Eigentlich müsste viel Sand, Schlamm und Wasser auf den 4×4-Messestand - aber da gibt es ja die “Technischen Richtlinien” der Messe und garantiert würden es unsere direkten Standnachbarn, aber auch die dahinter positionierten Zuffenhausener Sportwagenhersteller nebst der bayrischen Motorenschmiede schräg gegenüber gar nicht gern sehen, wenn die von unserem Stand kommenden Interessenten mit schlammverschmierten Schuhen dann in deren teure Luxuskutschen steigen. Eigentlich käme es doch mal auf einen Versuch an, oder?

Ganz im Sinne der friedlichen Koexistenz mit den anderen Ausstellern diskutieren wir aber gerade eine ‘zivil verträgliche’ und auch Budget-schonende Lösung für die Fußboden- und Standgestaltung, ich bin selbst gespannt wie der Stand dann letztlich aussehen wird. Aber neben diesen Fragen sind noch eine ganze Menge andere Fragen zu klären. Was stellen wir - neben Fahrzeugen natürlich - noch auf den Stand? Fahnen? Stühle? Ölfässer als Deko? Wie zeigen wir die Promo-Videos? Welches Informationsmaterial muss noch organisiert werden? Welche Formulare müssen beantragt werden? Wie gehen wir mit der Presse um? Zumindest hinter Letzteres können wir schon mal einen Haken setzen, nachdem wir gestern bei wunderschönem Sonnenschein noch einige Pressebilder geschossen haben, ist gestern Abend eine gemeinsame Presseinformation von 4×4-.Rally.com und MT Rally an die deutsche Motorpresse aber auch an die Regionalpresse heraus gegangen.

Na dann hoffen wir mal auf viele neugierige Messebesucher, vielleicht ist ja das eine oder andere weitere Rallye-Tem für die MT Rally oder auch Verstärkung für unser Team dabei. Aber bis zur Messe sind ja auch noch einige Tage Zeit - und bis dahin ist noch allerhand zu tun! Und sobald die Planungen für das Gewinnspiel abgeschlossen sind, werde ich hier darüber informieren.

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Let’s rally!

Das wird unser Jahr! Ganz sicher! Gerade einige Stunden alt, zeigt sich das Jahr bereits von seiner besten Seite und produziert neben einigen Schneekrümeln auch interessante Neuigkeiten. Übrigens, Schneekrümel sorgen ja allgemein in Deutschland für Chaos auf den Straßen und neuerdings auch bei der Bahn. Man kann ja im Winter auch nicht damit rechnen, dass es mal kalt wird und dann auch noch schneit. Vorteil 4×4 - vier angetriebene Räder helfen zum Glück nicht nur offroad in Sand und Schlamm sondern auch inmitten der weißgezuckerten Zivilisation.

Apropos Neuigkeiten - nur einen Beitrag weiter unter hatte ich das Thema Schumi und das abgeblasene Formel-1 Comeback erwähnt. Da sieht man, wie schnelllebig die Zeit ist. Rechtzeitig vor Weihnachten gab es hier ja inzwischen neue Nahrung für das Medienspektakel. Alle Achtung, er will es doch noch mal wissen. Viel interessanter für uns wird aber garantiert die heute anlaufende DAKAR in Südamerika werden. Hier geht es zwar letztendlich auch fast nur um eine gigantische Materialschlacht, zumindest bei den Profis. Aber es gibt auch Teams mit kleineren Budgets, und das ist doch die eigentliche Würze für die DAKAR. Undenkbar im Formel-1 Zirkus. Also schauen wir mal, wie sich die einzelnen Teams bei der Andenüberquerung schlagen.

Dieses Jahr sind auch wieder einige Toyota Landcruiser J12 (Prado), unterstützt vom Reifenhersteller Cooper-Tires in Argentinien am Start. Genau unser Fahrzeugtyp, genau unsere Reifen. Laut marathonrally.com aber eine ‘außergewöhnliche Reifenwahl’. Bisher hatten wir jedoch nur gutes über die auf unserem YellowCruiser montierten Cooper STT Reifen gelesen, gehört und auch selbst erfahren. Daher ist das Thema für uns besonders spannend. Viele Australier schwören auf Cooper STT Reifen, sollte die südamerikanische Wüste hier andere Anforderungen stellen?

Aber zurück zu den Neuigkeiten: gemeinsam mit unseren Freunden von MT Rally (Polen) werden wir in diesem Jahr einen gemeinsamen Messestand auf der Automesse AMI im April in Leipzig bestreiten. Informationen aus erster Hand für alle Rallye-Interessierte! Und in diesem Zusammenhang wird es gemeinsam mit unseren Partnern und der Messe einige äußerst interessante Preise zu gewinnen geben - etwas, was man sich garantiert nicht kaufen kann. Aber die Katze lass’ ich heute und hier mal noch nicht aus dem Sack, wir wollen doch schön neugierig bleiben …

Sonst noch was? Na klar, heute ist die Anmeldung für die BAJA-SAXONIA Rallye rausgegangen! Also bitte schon mal vormerken: 13.-15.05.2010 in der Nähe von Leipzig. Und in wenigen Tagen wird die Registrierung für die MT Rally in Polen (24.04.-01.05.2010) möglich sein und definitiv erfolgen. Nicht schlecht für den ersten Tag des Jahres, oder?

Na dann - Euch allen ein gesundes, maximal interessantes und erfolgreiches Jahr 2010! Und - Let’s rally!

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