Samstag, 21 of Oktober of 2017

Tag » Sandkasten

Er will doch nur spielen

Heutige Tagesaufgabe: Angriff auf eine ehemalige Russenkaserne, oder das was davon nach Jahren des Verfalls noch übrig geblieben ist. Die Kaserne liegt am Rande einer - für solche Verhältnisse - ziemlich großen Ortschaft namens Borne Sulinowo, in der zu Zeiten des Kalten Krieges offensichtlich etliche tausend Menschen von und mit der ruhmreichen Roten Armee gelebt haben. Luftaufklärung über Google-Maps? Fehlanzeige, keine detaillierte Satellitenkarte für dieses Gebiet verfügbar. Absicht oder Zufall? Macht nichts, erkunden wir das Gelände eben auf allen Vieren.

Rein optisch passen die dunkelgrünen oder schwarzen Land Rover und Jeeps unserer Kollegen natürlich besser in die Ex-Militärlandschaft als unser gelb-bunter Paradiesvogel. Aber unser YellowCruiser kommt ja in friedlicher Absicht, oder sagen wir treffender “Er will doch nur spielen!”.

Nachdem der Generalstab offiziell zum Angriff geblasen hatte, besetzten die allradmotorisierten Truppen in kürzester Zeit den zentralen Panzerspielplatz.  Ohne jegliche Feindberührung und Gegenwehr.

Offensichtlich hatten wir das Überraschungsmoment auf unserer Seite. Kein Wunder, waren wir doch sowohl farblich aber auch hinsichtlich weiterer markanter Details wie polnische, deutsche, britische (Rechtslenker) und österreichische Nummernschilder sowie diverse Fahrzeugaufkleber mit - für den nicht eingeweihten Betrachter - mehr oder weniger sinnfreien Sprüchen und Losungen ein absolut wirrer Haufen. Ganz abgesehen von den jeweiligen Fahrzeugbesatzungen und deren individueller, unberechenbarer Angriffstaktik.

Irgendwie doch eine skurrile Szenerie. Das Gelände und die darauf wühlenden und hopsenden Offroader erinnerten mich dann doch eher an meine frühkindlichen Sandkasten- und Matchbox-Erlebnisse als an die militärischen ‘Spielchen’ während der Wehrdienstzeit. Nur hatten früher die anderen Kinder immer die schöneren Matchbox-Autos, natürlich aus dem Westen. Aber das ist jetzt vorbei, unser YellowCruiser ist eindeutig der Platzhirsch und die anderen Kinder können jetzt mal was erleben!

Gefreiter Volker wollte diese Situation der Überlegenheit im Buddelkasten richtig auskosten und leerte sogleich genussvoll eine 100mm (Durchmesser!) BE-Powerdrink-Granate, scheinbar so eine Art polnisches Red-Bull. Dermaßen befeuert hüpfte Volker dann auch wie ein junger Landser durch die löchrige Landschaft und schoss Fotos in allen möglichen und unmöglichen, teilweise gefährlichen Lagen. Er wollte unbedingt fotografisch festhalten, wie der YellowCruiser aus einem riesigen Sandloch auf ihn zu gesprungen kommt. Hat er dann auch. Aber nicht dass hier ein falscher Eindruck von jugendlicher Gefahrenunterschätzung entsteht - doch nicht in unserem Alter …

Artillerie von rechts
Alle Achtung - Allradbus kämpft erfolgreich mit
Wer findet das tiefste Sandloch?

Zaubertrank-Granate
Uwaga fotograf! (Achtung Fotograf!)
Wir helfen gestrandetem Land Rover
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Yes we can!

Eigentlich ist klar, dass nur ein Fahrzeug des ur-amerikanischen Offroad-Herstellers für den harten Einsatz zwischen Moskau und Ulaan-Bator in Frage kommt. Immerhin mehr als 7.000 Kilometer quer durch sibirische Wälder, Steppe und mongolische Wüste! Seit Jahren bin ich irgendwie mit dieser Marke verheiratet und habe diverse Exemplare im rauen Gelände bewegt. Und das immer ohne Schäden und mit viel Spaß! Amerikanisch und robust - eben der Vater aller Geländewagen. Und die Marke ist Lebensinhalt: steht unter anderem für Freiheit und Natur und “The american way of life”. Fahrer dieser Marke sind irgendwie anders, vielleicht manchmal auch verrückt, halten zusammen, grüßen sich auf der Straße und manche treffen sich regelmäßig und haben gemeinsam viel Spaß. Yes we can!

Nur ist das auf dem Hof stehende Exemplar irgendwie zu klein - sicher absolut perfekt zum Klettern über Steine und spielen im großen Sandkasten.  Aber eine Marathon-Rallye? Da muss etwas Größeres her und richtig hergerichtet. Fahrwerk, Winde, Snorkel, und und und … - aber schon die gleiche Marke!

Also auf zum freundlichen Händler und mal sehen was der so auf dem Hof stehen hat. Kein Neuwagen, aber das aktuelle Modell sollte es schon sein. Schließlich werden wir auch einige PR-Unterstützung benötigen, und da ist es besser nicht  mit einem zu alten Modell unterwegs zu sein. Budget: 25.000 … 35.000 EUR. Da sollte die Auswahl groß sein.

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