Montag, 18 of Dezember of 2017

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Balkan-Offroad: Nachlese (Videos)

Neben zahlreichen Fotos haben wir beim Balkan-Offroad-Marathon 2010 auch einige Videoaufnahmen mit unserer Bordkamera gemacht, die einen ganz guten Einblick in das Rallye-Geschehen im und vor dem Fahrzeug geben. Aber auch andere haben natürlich interessante Filmchen gemacht …

 

Am Steuer des YellowCruisers …

 

Prolog (Bordkamera)

Dieses Video zeigt einen Teil des Prologs am 05.09.2010 in der Nähe von Plovdiv aus der Sicht unserer Bordkamera.

 

Start Prolog

Das folgende Video (gefunden auf YouTube, by DarkStam) zeigt den Start des Prologs. Die Fahrzeuge starten nacheinander im Abstand von einer Minute.

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Balkan-Offroad: Kamikaze im Gebirge

Dunkle Wolken über dem Camp vor der letzten Etappe der Balkan Offroad Marathon Rallye rund um Ioannina in Griechenland. Der Start der Motorräder und ATVs wurde bereits aus Sicherheitsgründen abgesagt. In den Bergen regne es und es sei wohl extrem rutschig, warnte man die Racecar-Besatzungen im morgendlichen Briefing - kein gutes Zeichen. Nachdem wir die selbst bei trockenen Bedingungen gefährlichen Bergstrecken ja bereits umfassend kennen und respektieren gelernt hatten, malte ich mir in allen erdenklichen Farben aus, wie wohl die Bodenverhältnisse jetzt dort oben über 1.500 m aussehen würden und wie jeder auch nur kleinste Fahrfehler tödlich enden könnte. Sollen wir hier wirklich zum Gerbirgskamikaze antreten? Immerhin standen als Wertungsprüfung ca. 70 Kilometer fast reine Offroad-Strecke an. Keine angenehme Entscheidung. Andererseits, wir sind bis hierher gekommen und man will ja auch nicht gerade als Warmduscher in die kleine Szene eingehen. „Nur die Harten kommen in den Garten“ – das war wohl Thilos (auf silbernem Mercedes G Streitwagen) einziger Kommentar zu dieser Frage. Vor dem Start vereinbarten wir jedoch innerhalb der vier deutschen Fahrzeuge (3x Mercedes G, Toyota YellowCruiser), dass wir möglichst einigermaßen zusammen leiben wollten, um uns im Notfall zu helfen. Heute würde sowieso niemand mehr auf einen Medaillenrang fahren. Durchkommen ist jetzt alles; also olympischer Gedanke eben. Ach so, wir sind ja auch im Geburtsland der olympischen Idee.

Also fuhren wir an den Start – und es wurde noch schlimmer als befürchtet. Nach wenigen Kilometern waren wir in den Wolken – Nebel voraus und von oben kam endlos Wasser! Sichtweite weniger als 50 Meter. Höchste Konzentration, vier Augen starrten nach vorn in den Wasserdampf und versuchten den Streckenverlauf zu erspähen. Geht es nun nach rechts in den sicheren Tod oder nach links? Hoffentlich kommt uns jetzt nicht auch noch ein Holztransporter ohne Licht entgegen, keine Seltenheit während der letzten Tage. Der rotbraune, vom strömenden Regen durchweichte schlammige Weg bot (k)eine Haftung wie flüssige Seife. Bremsen? Lieber nicht. Manchmal musste es aber doch sein und so gingen meine Stoßgebete lautlos mehrfach in Richtung des für unser ABS zuständigen Technikgottes und dessen Erfinder überhaupt. Allerdings legte sich die rotbraune Soße auch zwischen Bremsscheiben und Bremsbeläge, so dass hier noch irgendeine andere unsichtbare Macht mitspielte - und uns aber letztlich wohl gesonnen war. Einige wenige Kilometer Asphalt etwa in der Mitte der Etappe verhalfen dann ein wenig zu entspannen und durchzuatmen, allerdings galt es hier zwischen plötzlich hinter der Kurve auftauchenden – und hoffentlich liegen bleibenden – Baumstämmen hindurch zu zirkeln. Wie Thilo am Morgen eben sagte: nur die Harten kommen in den Garten. Apropos, Thilo war nach einigen Kilometern von unserem Radar – meint Rückspiegel – verschwunden und wir machten uns erhebliche Sorgen. Glücklicherweise wurde er ‚nur’ durch einen Reifen- und Felgenschaden aufgehalten. Radwechsel im strömenden Regen und Nebel im Hochgebirge und ohne festen Bodenhalt – sicher gibt es schönere Beschäftigungen …

Am Ende waren alle ersichtlich glücklich, die Etappe doch ohne ernsthafte Schäden absolviert zu haben. Ein weiterer Glücksmoment bot sich dann für alle deutschen Teams mit dem Finden einer Waschgelegenheit zum Säubern der Fahrzeuge ohne sofort vom Eigentümer oder Pächter verjagt oder verprügelt zu werden – wie man das so von zuhause kennt. So gesäubert und mit Deutschlandfahne bestückt ging es dann zum letzten Mal zurück ins Rallye-Camp.

Unsere Platzierung? Ach so, da war ja noch was. Man fährt ja eine Rallye im stetigen Kampf gegen die Zeit, gegen die Wettbewerber und letztendlich gegen die Rangliste. Das war für uns nicht wirklich wichtig. Wir wollten im Ziel ankommen und das haben wir geschafft. Natürlich haben wir auch eine Platzierung: von den letztlich im Endziel angekommenen 25 Fahrzeugen haben wir Platz 17 erreicht. Hinter und auch vor erfahrenen Rallyeteams die – anders als wir - diesen aufregenden Sport in der Regel seit Jahren und regelmäßig betreiben! Etliche Teams waren bereits vorher mit ihren Fahrzeugen ausgefallen oder hatten das Handtuch geworfen und das Rennen schon beendet. Ohne unser böses Missgeschick gleich zur ersten Etappe wäre eine Platzierung sicher unter den ersten Zehn möglich gewesen. Wäre …

Und mein Gast-Navigator? Hat sich wacker geschlagen. Natürlich gab es Fehlentscheidungen, aber die gab es bei den anderen auch. Und es gab auch zahlreiche eklatante Fehler im Roadbook. Da kann man schon mal falsch abbiegen. Schön ist, wenn man auch dabei Spaß hat – und den hatten wir. Jeden Tag, jede Stunde und jeden Kilometer!

Und dass unser YellowCruiser auf diesen fast 2.000 Kilometern Extremstrecke keine ernsthaften Probleme bereitet hat ist für mich eine Sensation. Kein einziger Reifenschaden, kein Fahrwerkteil ist gebrochen. Niente, nothing, nichts. Einzig die ausgeschlagene Lenkung macht sich im Gelände durch Klappern bemerkbar. Sicher müssen wir nach der Rückfahrt in Ruhe alles noch einmal durchsehen und auf Schäden prüfen. Aber wir können auf Achse zurück nach Deutschland fahren!

Gute Stimmung am Morgen, …
… doch dann starker Regen am Start
Bloß nicht abrutschen!
Holz von links!
Endlich geschafft!
Haste mal ‘ne Schlauchschelle?
Siegerehrung …
… und alle haben gewonnen.
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Wie doch die Zeit vergeht

Advent, Advent …

Jetzt ist das Jahr 2009 fast gelaufen. Oder sagen wir lieber die Zielflagge ist schon am Horizont zu sehen. Noch wichtiger aber, unser Projekt und vor allem dieser Blog hier ist damit ungefähr ein Jahr alt. Ein Grund zum Feiern? Zumindest scheint ein Rückblick auf das vergangene Jahr lohnenswert. Nicht nur was unser Rallye-Projekt anbetrifft, sondern auch was rundum in der Welt passiert ist. Da hat uns doch das vergangene Jahr solch unglaubliche Dinge wie einen US-Präsidenten als Friedensnobelpreisträger oder Herrn Westerwelle als Bundesaußenminister beschert. Volkswagen hat die DAKAR in Südamerika mit einem Dieselauto gewonnen, nach einem riesigen Presse-Rummel kehrt Schumi nun doch nicht in die Formel-1 zurück während sich Toyota leider ganz von diesem Zirkus verabschiedet. Opel ging das ganze Jahr über mehrmals den Bach rauf und runter und selbsternannte Automobilexperten haben jede Woche ihre schlauen Weisheiten über die Zukunft des Automobilstandortes Deutschland und der Branche insgesamt verbreitet.

Anfang des Jahres hatte ich mich nach leidvollen, schier unglaublichen Erfahrungen schmerzhaft von meiner langjährigen ‘Jugendliebe’ - also DER amerikanischen Offroad-Marke - getrennt, weil diese durch allgemeine Ignoranz und Überheblichkeit auf unterschiedlichster Ebene nur mit sich selbst beschäftigt schien. Die ersten Einträge dieses Blogs widmen sich einigen persönlichen Erlebnissen, allerdings wird hier nur die Spitze des Eisberges sichtbar. Unterhalb der Oberfläche hat es ganz schön rumort. Rückblickend war der Rosenkrieg mit anschließender Trennung aber ein notwendiger Befreiungsschlag.

Dass es auch anders geht zeigen die vielen positiven Beispiele und Erlebnisse in Verbindung mit unserem Projekt im Laufe des Jahres, angefangen mit der Unterstützung und dem Enthusiasmus beim Umbau unseres Toyo’s, dem uneingeschränkt freundlichen Service beim Toyota-Händler, dem Echo auf der Abenteuer-Allrad in Bad Kissingen, im Buschtaxi-Forum bis hin zum direkten Feedback auf diesen Blog.

Letzterer hat im Laufe des Jahres so richtig Laufen gelernt. War ich anfangs etwas skeptisch was das regelmäßige Berichten anbetrifft, so sind doch hin und wieder hoffentlich interessante Beiträge und Bilder zustande gekommen. Leider ist aber unser großes Ziel für dieses Jahr, nämlich die Transsyberia-Rallye und eine intensive Bild- und Textreportage von unterwegs, der allgemeinen Wirtschafts- und Automobil-Krise zum Opfer gefallen. Schade, ist aber nicht zu ändern. Wir hoffen weiter auf eine Neuauflage im nächsten Jahr!

Aber auch unabhängig davon wird es nächstes Jahr zahlreiche interessante Events für unser Amateur-Rallye-Projekt geben, von denen wir umfassend berichten werden. Die Planungen dafür laufen schon auf vollen Touren. Mehr darüber wird es dann auch bald hier im Blog geben - bleibt mal schön neugierig und lasst Euch überraschen …

Bis dahin, eine schöne Advents- und Weihnachtszeit - und schaltet mal einen Gang runter!!

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American Style oder Sushi

Die letzten Wochen waren ziemlich hart. Von verschiedener Seite erhalte ich Signale, dass die langjährige Liebe zu amerikanischen Geländewagen und der beliebten Marke wohl nicht in gleicher Weise erwidert wird. Irgendwie passen wir vielleicht doch nicht zusammen. Sicher habe auch ich Fehler gemacht und zu hohe Erwartungen in die Händler dieser Marke und die Marke selbst gesetzt. Aber unser Ziel oder sagen wir besser, das Amateur-Rallye-Projekt müsste eigentlich bestens in die Welt und die Philosophie der US-Marke passen. Schade, aber vielleicht können wir Freunde bleiben …

Nun gut, andere Mütter haben auch schöne Töchter. Und die sind durchaus gut gebaut und hart im Nehmen. Und ein Toyota Landcruiser J12 gehört sowieso schon seit einigen Jahren zur Familie. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nahe liegt? Warum Geld zu uninteressierten Autohändlern tragen, wenn  schon ein Fahrzeug mit den besten Genen auf dem Hof steht? Zur Rallye DAKAR in diesem Jahr haben sich einige Toyota Landcruiser bestens geschlagen. Also war der Entschluss nach einiger Diskussion in Freundeskreis und Familie gefasst: ab sofort wird die japanische Flagge ausgerollt! Der Toyo wird unser Race-Car! Und mit dem Toyo-Händler um die Ecke gab es auch noch nie Probleme, beste Betreuung und toller Service.

Schade für die Americanos, aber nach so einer (Ent-)Scheidung kann man wieder viel klarer und optimistisch nach vorne schauen. Yes we can! Oder sagen wir besser: Nichts ist unmöglich - Toyota …

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