Montag, 18 of Dezember of 2017

Tag » YellowCruiser

Balkan-Offroad: Nachlese (Videos)

Neben zahlreichen Fotos haben wir beim Balkan-Offroad-Marathon 2010 auch einige Videoaufnahmen mit unserer Bordkamera gemacht, die einen ganz guten Einblick in das Rallye-Geschehen im und vor dem Fahrzeug geben. Aber auch andere haben natürlich interessante Filmchen gemacht …

 

Am Steuer des YellowCruisers …

 

Prolog (Bordkamera)

Dieses Video zeigt einen Teil des Prologs am 05.09.2010 in der Nähe von Plovdiv aus der Sicht unserer Bordkamera.

 

Start Prolog

Das folgende Video (gefunden auf YouTube, by DarkStam) zeigt den Start des Prologs. Die Fahrzeuge starten nacheinander im Abstand von einer Minute.

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Balkan-Offroad: Kamikaze im Gebirge

Dunkle Wolken über dem Camp vor der letzten Etappe der Balkan Offroad Marathon Rallye rund um Ioannina in Griechenland. Der Start der Motorräder und ATVs wurde bereits aus Sicherheitsgründen abgesagt. In den Bergen regne es und es sei wohl extrem rutschig, warnte man die Racecar-Besatzungen im morgendlichen Briefing - kein gutes Zeichen. Nachdem wir die selbst bei trockenen Bedingungen gefährlichen Bergstrecken ja bereits umfassend kennen und respektieren gelernt hatten, malte ich mir in allen erdenklichen Farben aus, wie wohl die Bodenverhältnisse jetzt dort oben über 1.500 m aussehen würden und wie jeder auch nur kleinste Fahrfehler tödlich enden könnte. Sollen wir hier wirklich zum Gerbirgskamikaze antreten? Immerhin standen als Wertungsprüfung ca. 70 Kilometer fast reine Offroad-Strecke an. Keine angenehme Entscheidung. Andererseits, wir sind bis hierher gekommen und man will ja auch nicht gerade als Warmduscher in die kleine Szene eingehen. „Nur die Harten kommen in den Garten“ – das war wohl Thilos (auf silbernem Mercedes G Streitwagen) einziger Kommentar zu dieser Frage. Vor dem Start vereinbarten wir jedoch innerhalb der vier deutschen Fahrzeuge (3x Mercedes G, Toyota YellowCruiser), dass wir möglichst einigermaßen zusammen leiben wollten, um uns im Notfall zu helfen. Heute würde sowieso niemand mehr auf einen Medaillenrang fahren. Durchkommen ist jetzt alles; also olympischer Gedanke eben. Ach so, wir sind ja auch im Geburtsland der olympischen Idee.

Also fuhren wir an den Start – und es wurde noch schlimmer als befürchtet. Nach wenigen Kilometern waren wir in den Wolken – Nebel voraus und von oben kam endlos Wasser! Sichtweite weniger als 50 Meter. Höchste Konzentration, vier Augen starrten nach vorn in den Wasserdampf und versuchten den Streckenverlauf zu erspähen. Geht es nun nach rechts in den sicheren Tod oder nach links? Hoffentlich kommt uns jetzt nicht auch noch ein Holztransporter ohne Licht entgegen, keine Seltenheit während der letzten Tage. Der rotbraune, vom strömenden Regen durchweichte schlammige Weg bot (k)eine Haftung wie flüssige Seife. Bremsen? Lieber nicht. Manchmal musste es aber doch sein und so gingen meine Stoßgebete lautlos mehrfach in Richtung des für unser ABS zuständigen Technikgottes und dessen Erfinder überhaupt. Allerdings legte sich die rotbraune Soße auch zwischen Bremsscheiben und Bremsbeläge, so dass hier noch irgendeine andere unsichtbare Macht mitspielte - und uns aber letztlich wohl gesonnen war. Einige wenige Kilometer Asphalt etwa in der Mitte der Etappe verhalfen dann ein wenig zu entspannen und durchzuatmen, allerdings galt es hier zwischen plötzlich hinter der Kurve auftauchenden – und hoffentlich liegen bleibenden – Baumstämmen hindurch zu zirkeln. Wie Thilo am Morgen eben sagte: nur die Harten kommen in den Garten. Apropos, Thilo war nach einigen Kilometern von unserem Radar – meint Rückspiegel – verschwunden und wir machten uns erhebliche Sorgen. Glücklicherweise wurde er ‚nur’ durch einen Reifen- und Felgenschaden aufgehalten. Radwechsel im strömenden Regen und Nebel im Hochgebirge und ohne festen Bodenhalt – sicher gibt es schönere Beschäftigungen …

Am Ende waren alle ersichtlich glücklich, die Etappe doch ohne ernsthafte Schäden absolviert zu haben. Ein weiterer Glücksmoment bot sich dann für alle deutschen Teams mit dem Finden einer Waschgelegenheit zum Säubern der Fahrzeuge ohne sofort vom Eigentümer oder Pächter verjagt oder verprügelt zu werden – wie man das so von zuhause kennt. So gesäubert und mit Deutschlandfahne bestückt ging es dann zum letzten Mal zurück ins Rallye-Camp.

Unsere Platzierung? Ach so, da war ja noch was. Man fährt ja eine Rallye im stetigen Kampf gegen die Zeit, gegen die Wettbewerber und letztendlich gegen die Rangliste. Das war für uns nicht wirklich wichtig. Wir wollten im Ziel ankommen und das haben wir geschafft. Natürlich haben wir auch eine Platzierung: von den letztlich im Endziel angekommenen 25 Fahrzeugen haben wir Platz 17 erreicht. Hinter und auch vor erfahrenen Rallyeteams die – anders als wir - diesen aufregenden Sport in der Regel seit Jahren und regelmäßig betreiben! Etliche Teams waren bereits vorher mit ihren Fahrzeugen ausgefallen oder hatten das Handtuch geworfen und das Rennen schon beendet. Ohne unser böses Missgeschick gleich zur ersten Etappe wäre eine Platzierung sicher unter den ersten Zehn möglich gewesen. Wäre …

Und mein Gast-Navigator? Hat sich wacker geschlagen. Natürlich gab es Fehlentscheidungen, aber die gab es bei den anderen auch. Und es gab auch zahlreiche eklatante Fehler im Roadbook. Da kann man schon mal falsch abbiegen. Schön ist, wenn man auch dabei Spaß hat – und den hatten wir. Jeden Tag, jede Stunde und jeden Kilometer!

Und dass unser YellowCruiser auf diesen fast 2.000 Kilometern Extremstrecke keine ernsthaften Probleme bereitet hat ist für mich eine Sensation. Kein einziger Reifenschaden, kein Fahrwerkteil ist gebrochen. Niente, nothing, nichts. Einzig die ausgeschlagene Lenkung macht sich im Gelände durch Klappern bemerkbar. Sicher müssen wir nach der Rückfahrt in Ruhe alles noch einmal durchsehen und auf Schäden prüfen. Aber wir können auf Achse zurück nach Deutschland fahren!

Gute Stimmung am Morgen, …
… doch dann starker Regen am Start
Bloß nicht abrutschen!
Holz von links!
Endlich geschafft!
Haste mal ‘ne Schlauchschelle?
Siegerehrung …
… und alle haben gewonnen.
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Balkan-Offroad: 2. und 3. Etappe

Die Ereignisse und Erlebnisse der letzten Tage auf der Balkan Offroad Marathon Rallye lassen sich schwer in wenige Zeilen fassen. Bei fast 40°C im Schatten – sofern man diesen findet - ist am heutigen Ruhetag in Edessa (Griechenland, GR) zumindest etwas Zeit diese zu sortieren. Nach dem filmreifen „Seitensprung“ des YellowCruisers kurz vor Ende der ersten Wertungsprüfung der Etappe rund um Plovdiv (Bulgarien, BG) am Montag waren wir am Dienstagmorgen nach einer sehr kurzen Nacht wieder startbereit und konnten die zwei Wertungsprüfungen (70km und 90km) der zweiten Etappe von Plovdiv (BG) nach Goce Delchev (BG) in Angriff nahmen. Beide Wertungsprüfungen waren wieder hinsichtlich des harten Geländes sehr anspruchsvoll, vor allem für das Fahrwerk des YellowCruisers. Der Schreck vom Vortag saß allerdings noch im Nacken, wobei dies in Anbetracht der wieder rutschigen Spitzkehren durch den bulgarischen Wald eigentlich positiv im Sinne von Material und Gesundheit war und damit für etwas mehr Respekt vor der Strecke und für weniger Speed sorgte.

Kulturell ‚interessant’ wurde das Warten am Start zur zweiten Etappe, als man bulgarischen Metzgern live bei der „Verarbeitung“ von Schafen direkt auf der Straße über die Schulter schauen konnte. Die Herren mit den langen Messern hatten einiges zu tun, denn gleich daneben stand ein großer Hänger mit ca. 20 Schafen, die natürlich auch alle gleich mit zusehen konnten, was mit ihren Kollegen da passiert und was sie selbst erwartet. Nichts für schwache Mägen …

Apropos Warten. Viel Zeit bringen wir hier mit Warten zu. Warten will die CPs noch nicht besetzt sind, Warten weil keiner weiß was, wo und wie. Warten weil dies und Warten weil das. Das nervt alle Teams ziemlich, andererseits sorgt das Warten für viel Kommunikation. Wir sind ja hier nicht nur um im Auto zu sitzen, sondern auch um Land und Leute zu sehen. Innerhalb der fünf deutschen Teams (4x Car, 1x ATV) herrscht ein super Klima und man versteht sich ganz gut. Von fast keiner (wir …) bis zu gefühlten Jahrzehnten Rallye-Erfahrung ist alles dabei. Die „alten Hasen“ geben uns jedoch nicht das Gefühl uns hier ständig als Neulinge fühlen zu müssen. Dabei haben wir aber auch während einiger Etappen schon mehrmals einige nach dem rechten Weg suchende – oder besser irrende - Fahrzeuge der „deutschen Reisegruppe“ zurück auf den richtigen Kurs gebracht. Anfängerglück? Egal, ich glaube zu blöd haben wir uns nicht angestellt in den letzten Tagen - bis auf unseren kleinen „Seitensprung“ (über den gestern soger die Leipziger Volkszeitung berichtete ..). Aber auch hinsichtlich unserer Zeiten der bisherigen Etappen und das nicht selbstverständliche Durchkommen auf der gestrigen Marathonetappe (Platz 13) überhaupt müssen wir uns nicht verstecken.

Die wirklich anstrengende Marathonetappe gestern von Goce Delchev (BG) bis nach Edessa (GR) ging über ca. 500 km, wobei ca. 90% davon offroad verliefen. Und offroad heißt hier nicht Feldweg. Offroad heißt hier vor allem enge und ausgewaschene Wald- bzw. Gebirgswege. Große Steine, Gebirgsbäche, scharfkantige Schotterpisten und so weiter. Ich schätze, die Marathonetappe hat unseren YellowCruiser so durchgeschüttelt und mechanisch beansprucht, wie es 500.000 km im „normalen“ Autoleben auf Asphalt nicht tun würden. Fahrwerk-Seitig hatten wir bis jetzt zum großen Glück nur Kleinigkeiten: wieder gerissene Achsfangbänder hinten und kleinere Dellen in den vorderen Felgen. Etwas Sorgen bereitet mir jedoch die Lenkung, diese klappert wie ein Würfelbecher. Ausgeschlagen aber nicht gefährlich meint Mercedes-G-, Landcruiser- und Rallye-Experte Robert, sollte bis zum Ende durchhalten. Hoffentlich behält er Recht …

Aufstehen 05:00 Uhr, Start 06:00 Uhr, Zielankunft gegen 23:30 Uhr, im Camp waren wir schließlich gegen 01:00 Uhr. Ein langer und anstrengender Rallye-Tag. Anstrengend aber nicht nur fürs Auto. Etwa ab Mitte der zweiten Wertungsprüfung wurde es in den Bergen dann dunkel. Ich meine richtig dunkel, rundum schwarz. Nicht leicht zu navigieren oder die Strecke zu lesen. Nicht leicht, um plötzlich auftauchenden Felsbrocken, Baumstämmen, Rindern oder anderem Großgetier auszuweichen. Ich bremse auch für Rinder, Esel, Füchse, Igel, Dachs und Schildkröte, alles war dabei.

Spitzkehre links voraus in letzter Sekunde – rechts geht es mehrere hundert Meter tief abwärts. Kurvenradius einschätzen? Fehlanzeige. Die mit Schlamm verschmierten Scheinwerfer ‚sehen’ eh’ nichts mehr. Jeden Kilometer anhalten und Scheinwerfer reinigen? Blöd. Kurvenlicht müsste man haben! Und eine Scheinwerferreinigungsanlage. Sofern solche automobile Hochtechnologie die Rüttelei hier überhaupt nur hundert Meter überstehen würde. Also dann lieber nicht. Drei Stunden volle Konzentration. Bis ins Ziel. Klar, die „richtigen“ Marathons die ich zu Fuß vor einiger Zeit auf Asphalt in New York und Berlin absolviert habe, haben mich deutlich mehr beansprucht, aber auch „Marathon“ (Rallye) fahren ist nicht ganz ohne. Muss man erlebt haben.

Da unser bestelltes Hotelzimmer einschließlich der seit Stunden herbei gesehnten Dusche dem Organisations-Chaos des Rallye-Veranstalters zum Opfer viel, galt es wieder im (Dach-) Zelt zu übernachten.

Fortsetzung folgt …

Warten auf den Start.
Trotzdem gute Stimmung bei den Teams.
Der Countdown läuft.
Technik Check zwischen zwei Teiletappen
Und wieder warten vor dem Start
Public Schlachting …
… und wie man sonst mit Tieren umgeht
Seitenblick (1)
Seitenblick (2)
Rückblick
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Blitzlichtgewitter

Seit Freitag stehen wir mit unserem YellowCruiser und einem Landrover unserer polnischen Freunde von MT Rally auf der Leipziger Automesse AMI. Und wir haben viel Spaß! Tomasz und Norbert, die nur zwei Wochen vor dem Start der MT Rally den langen Weg von Warschau nach Leipzig nicht gescheut haben, sind total gut drauf und es vergehen fast keine zehn Minuten ohne dass wir uns vor Lachen über diverse, schräge Offroad-Erlebnisse oder trockene Jokes biegen – die zwei spielen sich die Lachbälle nur so zu.

Nachdem am Presse-Freitag verschiedene interessierte Presseleute vorbei schauten und endlich einmal viel Zeit zum ‚Quatschen’ mit dem einen oder anderen Szenenkenner war, scheint jetzt am Wochenende halb Deutschland auf dem Weg durch die Messehallen zu sein. Eine doch ganz beachtliche Zahl an Leuten blieb bisher mit offenem Mund vor unserem YellowCruiser oder den Rallye-Videos stehen, die über unseren Bildschirm flimmerten. „Kann man da mal mitfahren“? Fast im Sekundentakt blitzen die Digikameras, die auf unseren Toyo gerichtet werden. Natürlich mit Papi oder Sohnemann stolz davor stehend. Und dann muss man sich solche Sprüche anhören wie „geiler Tscheep“ oder „hochgelegter Auspuff“ (meint Snorkel - grins).

Neben den ansonsten hier gezeigten Fahrzeugen des allgemeinen Interesses, ganz nach dem Motto „tiefer-breiter-schneller“ ist unser riesiges Race-Car nicht nur farblich ein absoluter Eyecatcher. Naja und bei der Öko-, CO2 oder E-Motion-Diskussion hier auf der Messe können oder wollen wir sowieso nicht mitreden. Wenn irgendwann nur noch Kleinstwagen mit maximal 150km Reichweite zwischen den Ladestationen hin und her surren und die Geländewagen- oder SUV-Dinosaurier ausgestorben sind, wird man uns dankbar sein, dass wir diese Spezies ordentlich pflegen und artgerecht halten …

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Car washing by Tomasz
Gespräch mit marathonrally.com
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Let’s rally!

Das wird unser Jahr! Ganz sicher! Gerade einige Stunden alt, zeigt sich das Jahr bereits von seiner besten Seite und produziert neben einigen Schneekrümeln auch interessante Neuigkeiten. Übrigens, Schneekrümel sorgen ja allgemein in Deutschland für Chaos auf den Straßen und neuerdings auch bei der Bahn. Man kann ja im Winter auch nicht damit rechnen, dass es mal kalt wird und dann auch noch schneit. Vorteil 4×4 - vier angetriebene Räder helfen zum Glück nicht nur offroad in Sand und Schlamm sondern auch inmitten der weißgezuckerten Zivilisation.

Apropos Neuigkeiten - nur einen Beitrag weiter unter hatte ich das Thema Schumi und das abgeblasene Formel-1 Comeback erwähnt. Da sieht man, wie schnelllebig die Zeit ist. Rechtzeitig vor Weihnachten gab es hier ja inzwischen neue Nahrung für das Medienspektakel. Alle Achtung, er will es doch noch mal wissen. Viel interessanter für uns wird aber garantiert die heute anlaufende DAKAR in Südamerika werden. Hier geht es zwar letztendlich auch fast nur um eine gigantische Materialschlacht, zumindest bei den Profis. Aber es gibt auch Teams mit kleineren Budgets, und das ist doch die eigentliche Würze für die DAKAR. Undenkbar im Formel-1 Zirkus. Also schauen wir mal, wie sich die einzelnen Teams bei der Andenüberquerung schlagen.

Dieses Jahr sind auch wieder einige Toyota Landcruiser J12 (Prado), unterstützt vom Reifenhersteller Cooper-Tires in Argentinien am Start. Genau unser Fahrzeugtyp, genau unsere Reifen. Laut marathonrally.com aber eine ‘außergewöhnliche Reifenwahl’. Bisher hatten wir jedoch nur gutes über die auf unserem YellowCruiser montierten Cooper STT Reifen gelesen, gehört und auch selbst erfahren. Daher ist das Thema für uns besonders spannend. Viele Australier schwören auf Cooper STT Reifen, sollte die südamerikanische Wüste hier andere Anforderungen stellen?

Aber zurück zu den Neuigkeiten: gemeinsam mit unseren Freunden von MT Rally (Polen) werden wir in diesem Jahr einen gemeinsamen Messestand auf der Automesse AMI im April in Leipzig bestreiten. Informationen aus erster Hand für alle Rallye-Interessierte! Und in diesem Zusammenhang wird es gemeinsam mit unseren Partnern und der Messe einige äußerst interessante Preise zu gewinnen geben - etwas, was man sich garantiert nicht kaufen kann. Aber die Katze lass’ ich heute und hier mal noch nicht aus dem Sack, wir wollen doch schön neugierig bleiben …

Sonst noch was? Na klar, heute ist die Anmeldung für die BAJA-SAXONIA Rallye rausgegangen! Also bitte schon mal vormerken: 13.-15.05.2010 in der Nähe von Leipzig. Und in wenigen Tagen wird die Registrierung für die MT Rally in Polen (24.04.-01.05.2010) möglich sein und definitiv erfolgen. Nicht schlecht für den ersten Tag des Jahres, oder?

Na dann - Euch allen ein gesundes, maximal interessantes und erfolgreiches Jahr 2010! Und - Let’s rally!

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Passkontrolle

Jedes Ding braucht heutzutage einen Ausweis oder irgendein behördliches Stück Papier. Mindestens. Ein Automobil zum Beispiel braucht in unseren Breiten gleich eine ganze Kiste davon:  Zulassung, Kfz-Brief, Kennzeichen, Grüne Versicherungskarte, Umwelt- bzw. Feinstaubplakette, TÜV- und ASU-Plakette und möglichst ein Serviceheft mit regelmäßigen Stempeln. Ein ordentliches Race-Car wie unser YellowCruiser braucht aber noch mehr: ABE-Gutachten für Anbauteile, Herstellerzertifikat für den Sicherheitskäfig, diverse FIA Homologationen (FIA: FEDERATION INTERNATIONALE DE L’AUTOMOBIL) für verschiedene Teile und auch einen so genannten FIA-Wagenpass (Passport Technique). Ziemlich viel Papierkram, oder?

Während die erstgenannten, gefühlt knapp einhundert Dokumente allein für die Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr notwendig sind, werden die letztgenannten Ausweise zusätzlich für die Teilnahme an FIA-lizenzierten Rennveranstaltungen benötigt. Also zum Beispiel für die DAKAR oder für die Silk Way Rally.

Natürlich braucht Mann oder Frau für die Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr dann auch noch einen Führerschein in der jeweiligen Fahrzeugklasse. Und für die Teilnahme an FIA-Wettbewerbsveranstaltungen braucht man eine FIA-Lizenz, damit alles seine Ordung hat.

Nachdem in dieser Woche unser YellowCruiser nun auch endlich einen FIA-Wagenpass bekommen hat, sind wir jetzt also total up-to-date. Zumindest was den notwendigen Papierkram anbetrifft. Kann man darauf stolz sein? Nun ja, zumindest macht das in gold-bronze (!) eingebundene, 16-seitige Dokument mit dem Hinweis “Ce véhicule a été accepté en Groupe T2″ - was soviel heißt wie “geht schon in Ordung für Gruppe T2 [= seriennahe Geländefahrzeuge]” und mit abgestempelten Fotos unseres YellowCruisers schon was her. Zumindest rein optisch.

Und so vorbereitet könnten wir eigentlich mal schnell die DAKAR gewinnen. Zumindest rein dokumententechnisch würde dem jetzt eigentlich rein gar nichts mehr im Wege stehen …
;-)

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Am Panzer scharf rechts!

Am nächsten Morgen ging es dann direkt ins Gelände. Natürlich erst einmal Briefing durch das MT Series Team, Papierkram unterschreiben, Roadbook fassen usw.

Das Roadbook für die erste Etappe hatte 309 Einträge, verteilt über ca. 140 km. Also 309 mal Aufpassen und die hoffentlich richtige Entscheidung treffen. 309 mal die Möglichkeit falsch abzubiegen. 309 mal Tripmaster zurücksetzen - richtige Rallyenauten sagen dazu “Nullen”. Also sagen wir ab jetzt auch “Nullen”.

Navigator Volker, der noch nie vorher ein Roadbook in der Hand gehalten hatte, geschweige denn danach gefahren war, verstand sofort, worum es ging. Und nach den ersten vier (richtigen) Ansagen waren wir ein eingespieltes Team, woran ich eigentlich vorher nie Zweifel hatte. Und es war zum Glück auch schnell klar, dass “sein” Links identisch mit “meinem” Links ist, was ja zwischen zwei Personen in einem Auto nicht immer der Fall ist. Wobei dies nach meiner Erfahrung und einer abenteuerlichen, gemeinsamen Tour mit einer netten Journalistin vor einigen Jahren rund um den Frankfurter Flughafen trotz Navigationssystem auch recht lustig sein kann. Aber wir hatten zum Glück Spaß von der anderen Sorte, eben für Männer. Manchmal war mein Gasfuß träger als Volkers “jetzt scharf rechts”, dann halfen nur Bremse und sofortiger Rückwärtsgang sowie ein gesundes Gottvertrauen, dass hinter uns kein anderes Fahrzeug stand. Zumindest ist der tote Sichtwinkel nach hinten im YellowCruiser bei mangelnder Bewegungsfreiheit - festgegurtet in den Rennsitzen - dreckverschmierten Spiegeln und schlammverkrusteter Heckscheibe ganz schön groß. Aber es ging alles gut, hatten wir doch einen ganz guten Vorsprung vor unseren Verfolgern aufgebaut.

An mancher Stelle wurde uns aber das leuchtende Gelb des YellowCruisers zum sportlichen ‘Verhängnis’ - irgendwie schienen sich die Qualitäten unseres frisch gebackenen Navigators herum gesprochen zu haben, denn die “Mitbewerber” folgen uns fast bedingungslos und hatten selbst bei großem Vorsprung und komplizierten Roadbook-Einträgen einfaches Spiel. Denn “die Gelben” waren auf dem weitläufigen Militärgelände ganz einfach zu sehen. Also einfach auf “die Gelben” draufhalten schien die Devise. “Da vorne sind die Gelben!”. Na gut, wo wir sind ist vorne!

Ich muss an dieser Stelle aber (ungern…) zugeben, dass wir uns an einem riesigen Schlammloch nicht vorne angestellt haben sondern den Bypass für Mädchen genommen haben. Wir wollten als Greenhorns den YellowCruiser nicht gleich am ersten Tag komplett im schwarzen Schlamm fluten. Mindestens ein Team der MT Series Rally hatte dort wenige Stunden vorher sein Fahrzeug verloren und rechnet damit, dass es in einigen Monaten wieder okay ist - keine Alternative für uns. Das heißt aber nicht, dass nicht genug Zeit war um das Schauspiel der Bergung von zwei festgefahrenen und beinahe abgesoffenen Jeep Cherokee zu beobachten. Einschließlich der netten und aufmunternden Kommentare der umstehenden Akteure - ja wer den Schaden hat …

Und auch um zu sehen, wie ein Kollege ganz selenruhig und mit Feingefühl mit einem (leichten …) Jeep Rubicon Zentimeter für Zentimeter durch die Passage “spazierte”. Alle Achtung!

Irgendwie verging die Zeit auf der Roadbook-Etappe insgesamt wie im Flug. Natürlich im wahrsten Sinne des Wortes, denn nichts ist schöner als ein fliegender YellowCruiser. Nur - die Landung, oder besser der Aufschlag nach dem kurzen Abheben ist ganz schön hart. Zwar hat das Fahrwerk alles problemlos weggebügelt (Kompliment DAKTEC !!) , aber am Abend tat mir das Popometer und noch einiges andere ziemlich weh. Macht nichts, für ein solches Erlebnis nimmt man einige körperliche Leiden in Kauf. Und beim gemeinsamen Ansehen der Videos der anderen Teilnehmer am Abend im Camp hörten wir hier und da den Spruch “Sieh, da vorne sind die Gelben!”. Na wenn das die Schmerzen nicht vergessen lässt …

Ankunft am MT Series Camp
Die dürfen natürlich nicht fehlen …
Start der Roadbook-Etappe
Am Panzer scharf rechts!
Angreifer von hinten
Matsch voraus
Jeeps stecken im Tiefschlamm fest
Bitte mal das Kinderzimmer aufräumen!

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Jedem sein Paradies!

Wo liegt das Paradies? Diese Frage konnte in der Literatur bisher nicht ganz vollständig geklärt werden. Aber - hier kommt die gute Nachricht für Offroader: wir haben es gefunden! Wenn es ein Paradies gibt, dann liegt es exakt bei N 53 27.427, E 015 49.556 bzw. innerhalb der umgebenden 30×30km², ca. 100km östlich von Szczecin (Stettin) im Nordwesten von Polen. Austragungsort einiger berühmt-berüchtigten Etappen der Dresden-Breslau sowie der MT Series Rally in der vergangenen Woche. Wir waren mit dem YellowCruiser dort und sind einige Roadbook-Strecken der MT gefahren. Noch ohne Wertung, aber ganz klar mit dem Ziel die Grenzen von Fahrzeug und Team auszuloten.

Offroadfreuden pur, Sand ohne Ende, Strecken für jeden Geschmack und jede Geschwindigkeit. Huckelpisten, Tiefsand, Flussquerungen, Wasser und Schlamm ganz nach Bedarf. Und freundliche Menschen! Also nicht nur in den Offroadfahrzeugen. Aber dazu mehr in den nächsten Tagen.

Am Samstag ging’s los. Knapp 6 Stunden Anfahrt bis zum Basis-Camp, im YellowCruiser wie immer eine bequeme Sache. Kurz hinter der Landesgrenze dann die erste angenehme Erfahrung: der Liter Diesel kostet umgerechnet rund 90 Cent. Da macht das Cruisen doch gleich noch mehr Spaß als zuhause! Aber der Anblick der sehr grauen Ortschaften und der deutlich unter dem für uns gewohnten Lebensstandard lebenden Leute dort stimmte uns ziemlich nachdenklich. Und dann noch der Smog, der über allen Orten hing, qualmende Schornsteine aus denen Kopfschmerzen und Magenumdrehungen verursachender Qualm stieg! Garantiert ein Ergebnis aus der Verbrennung von extrem minderwertiger Braunkohle - ganz wie vor über 20 Jahren bei uns in der Gegend um Leipzig und Espenhain. Aber war das bei uns wirklich so schlimm? Von Paradies kann diesbezüglich keine Rede sein, wie eng liegen Freud und Leid doch manchmal beisammen. Und der unaufhörliche Regen machte alles noch grauer und trostloser. Auf jeden Fall brummte uns mächtig der Schädel, als wir hungrig im Camp ankamen.

Und es war kalt in Polen. 3°C am Abend, Regen und Wind ohne Ende. Gut dass wir uns gegen das Zelt und für ein Hotelzimmer im Camp entschieden hatten. Naja, die Bezeichnung Hotel war etwas übertrieben, aber auf alle Fälle ein festes Dach über dem Kopf zum Schlafen und eine warme Dusche. Was will man mehr.

Gleich beim Ausladen ‘überfielen’ uns die männlichen Gäste einer in den Räumlichkeiten des “Hotels” stattfindenden Hochzeitsgesellschaft und wollten sich vor dem YellowCruiser fotografieren lassen. Scheinbar war unser Gelber attraktiver als die hübsche polnische Braut - was ich eigentlich nicht fand ;-). Oder war das sogar der Bräutigam selbst, der seine Braut in Anbetracht des gelben Race-Cars für einige Momente sitzen ließ? Irgendwie stolz ließen wir sie natürlich gewähren …

Leider waren die im “Hotel”-Prospekt angepriesenen Restaurants nicht vorhanden bzw. geschlossen, so dass wir uns nach einem kurzen Besuch beim örtlichen Supermarkt mit einigen Lebensmitteln für ein artgerechtes Abendessen eindecken konnten. Volker war glücklich, dass wenigstens eine bekannte Biermarke verfügbar war, wenn auch eine aus Holland …

Morgen folgt dann hier der Bericht von der ersten Etappe durchs Offroad-Paradies.

Trostlose Ortsdurchfahrt
Alt-sozialistischer Plattenbau
Hochzeitsgäste vor YellowCruiser
Offroader’s Abendmahl

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Rausoperiert

Operation gelungen, der YellowCruiser schnurrt wieder! Dies nur um das Ergebnis vorweg zu nehmen.
Und das ganz ohne Handbuchlesen! ;-)

Fangen wir aber von vorne an. Nach dem letzten Wochenende ging nix mehr - Hauptsicherung durchgebrannt. Unser Verdacht, dass diese spezielle Sicherung irgendwie anders ist als die anderen, wurde vom freundlichen Toyota-Händler bzw. von dessen Servicemeister beim Kurzbesuch vor Ort bestätigt. Die Sicherung - die ja nie kaputt geht (!) -  sei geschraubt und zum Lösen der Schrauben müssen die ‘Innereien’ des  Sicherungskastens komplett herausoperiert werden. Ja richtig, herausoperiert! Das machen die bei Toyota auch nicht gerne, sagt der Servicemeister, weil schrecklich kompliziert. Man brauche vier Hände und vier kleine Schraubenzieher zum gleichzeitigen Drücken gegen vier Plastik-Clips und einige weitere starke Hände, die - ohne dass man richtig zufassen kann - dann das Ding irgendwie herausziehen. Na das klang ja schon super (de)motivierend! Zum Gück war aber noch eine der benötigten Sicherungen auf Lager (ziemlich teuer!), so dass einem Operationsevent am heutigen Sonnabend nichts im Wege stand. Dabei zeigte sich auch das Wetter von seiner besten Seite, so dass unser Erfolg eigentlich schon beim Öffnen der Motorhaube garantiert war.

Erst mal die Batterie abklemmen - nicht dass etwa eine Sicherung durchbrennt! Oder noch besser, am besten ganz raus mit der Batterie - dies schafft viel Bewegungsfreiheit. Nachdem wir dann das mit den vier Schraubenziehern irgendwie ohne ernsthafte Verletzungen hinbekommen hatten, war aber natürlich keine Hand mehr frei zum Ziehen. Und selbst wenn, wo anfassen? Aber nach einigem Hin und Her ließ sich der Kasten dann so nach und nach aus seiner Behausung herausrütteln. Jetzt kam auch schon eine kleine Schraube zum Vorschein, mit welcher der Sicherungsfuß auf der einen Seite angeschraubt war. Wie jetzt aber an die andere Seite des Sicherungsfußes kommen? Der innere Sicherungskasten musste noch weiter demontiert werden, und als ob wir es schon geahnt hätten - es gab weitere Plastik-Clips in die man gleichzeitig mit dem Schraubenzieher … naja und so weiter. Schließlich hatten wir uns nach geraumer Zeit an beide Befestigungspunkte der Sicherung herangearbeitet und konnten sie jetzt endlich abschrauben und herausziehen.

Neue Sicherung rein, alles wieder zusammen-CLIPSEN, Batterie rein und anklemmen - fertig!

Puh, hoffentlich brennt uns diese Sicherung nie wieder durch! Obwohl, jetzt wo wir wissen wie es geht, wird uns das nächste mal garantiert etwas anderes ärgern. Scheinbar geht diese Sicherung aber wirklich “nie” kaputt, denn auf meine Frage im Buschtaxi-Forum nach Hinweisen wie die Sicherung befestigt ist, gab es keinerlei Antwort. Scheinbar weiß das wirklich niemand - außer uns.  Und der freundliche Servicemeister natürlich, aber der zählt hier ja nicht.

Und alles ist wieder gut … :-)

Wo ist die vierte Hand?   Na an der Kamera …
Fast geschafft.
Draußen ist der Kasten!
Da (<) ist eine Schraube …
… und hier (<) die andere.
Endlich ist der Zahn rausoperiert!
So ein kleines Ding macht so viel Ärger!

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Nach dem Urlaub …

… ist vor der Rallye!

Urlaub ist eine angenehme Unterbrechung des Alltags für einige Tage oder gar Wochen, auf die man sich gewöhnlich lange freut. Und die Zeit bis zum Urlaub vergeht erstaunlicherweise von Tag zu Tag langsamer. Aber plötzlich ist er dann da - der Urlaub - und das Leben ändert sich von heute auf morgen: länger schlafen, ausgiebig frühstücken, planlos den Tag verleben …

Insgesamt eine schöne Zeit, die aber viel zu schnell vergeht. Am urplötzlich hereinbrechenden Ende des Urlaubs macht sich dann irgendwie Katerstimmung breit. Das war’s. Jetzt ändert sich das Leben wieder schlagartig. Nur dieser Schlag ist irgendwie ein herber Tiefschlag.

Aber es gibt zum Glück auch positive Kräfte, die nach dem Urlaub schnell gegen die Katerstimmung ankämpfen helfen: die innerhalb der letzten Wochen entstandenen Ideen und  Pläne gilt es nun in die Tat umzusetzen. Endlich! Nicht mehr untätig am Strand sitzen oder in Gedanken versunken umherlaufen. Endlich wieder Werkzeug in den Händen halten. Endlich wieder Schrauben, Bohren, Löten - der Umbau am YellowCruiser geht weiter. Unter anderem ist folgendes geplant:

- Kühler mit Streckmetall gegen Steinschlag schützen
- Elektrolüfter einbauen
- Getriebe- und Achsentlüftungen hochlegen zum besseren Schutz für Wasserdurchfahrten
- Befestigung von Ausrüstungsmaterial im Innenraum (Alu-Boxen, Kanister, Schaufel usw.)
- Einbau und Anschluss Interkom (Verstärker für Helmkommunikation)
- Verkabelung Fernscheinwerfer
- …

Und es gibt auch positive Nachrichten von der Transsyberia-Rallye. Die Planung der Organisation für 2010 läuft, die Rallye wird stattfinden! Das technische Reglement für 2010 ist bereits online. Die verbleibende Zeit werden wir für den restlichen Umbau und vor allem zur Erprobung und Feinabstimmung des YellowCruisers nutzen.

Na dann - nach dem Urlaub ist vor der Rallye!

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Strand-Nachlese

Quelle: OFF-ROAD 8/09

Die ABENTEUER & ALLRAD 2009 von Bad Kissingen ist nun schon seit einigen Tagen Geschichte. Ich sitze vor mich hin dösend am Ostseestrand und schaue neidisch auf den örtlichen Strandkorbvermieter, der mit seinem Quad tiefe Spuren in den weißen Sand zieht, während er seine Strandkörbe checkt.  Hier mit dem YellowCruiser durch den Sand zu pflügen wäre sicher ein Traum. Aber nicht opportun - der Naturschutz und die hier Ruhe und Erholung suchenden Mitmenschen verbieten das von selbst.  Ansonsten aber kein schlechter Gedanke, dies zumindest theoretisch in Betracht zu ziehen. Dabei scheint mir doch aber irgendwie verdächtig, dass der Quad-Pilot nicht unbedingt den kürzesten Weg zwischen den Strandkörben sucht. Ganz nach dem Motto, die schönste Verbindung zwischen zwei Punkten ist die Kurve. Sehe ich da gar ein Grinsen in seinem Gesicht, immer wenn er genussvoll und mit viel Gas zum nächsten Strandkorb driftet? Er scheint ziemlich viel Freude bei seinem Job zu haben. Aber so soll es ja auch sein.

Mir bleiben auf jeden Fall heute und hier nur gedankliche Drifts und offroad-Erlebnisse, ganz im Einklang mit Natur und Erholung. Das Lesen der aktuellen Ausgabe der OFF-ROAD sorgt dabei für angenehme Abwechslung und Kurzweil.

Und für eine schöne Überraschung: unser YellowCruiser ist abgebildet! Offensichtlich fand ein Redakteur auf der ABENTEUER & ALLRAD Interesse an unserem Race-Car und brachte somit Bild und Text auf  Seite 12 des beliebten 4×4-Magazins.

Ein erster, kleiner medialer PR-Erfolg? Wie auch immer, die Freude darüber war mir garantiert anzusehen. Und das ganz ohne Drift und Vollgas am Strand.

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Thank you for the Blue Jack!

Blue Jack

Eigentlich gehört dies hier nicht wirklich hin, denn dieser Blog ist nicht beruflich - Freizeit eben. Hier geht’s um das Amateur-Rallye-Projekt. ABER: der ‘Blue Jack’ ist einmalig, etwas ganz besonderes und aus meiner Sicht muss er hier unbedingt angemessen gewürdigt werden. Und das möchte ich heute tun, fiel mir der Blue Jack doch beim Aufräumen des YellowCruisers im wahrsten Sinne des Wortes fast auf die Füße. Aber schon mal an dieser Stelle die wesentliche Botschaft dieser Zeilen: DANKE liebe Kollegen!

Fangen wir aber ganz am Anfang an. Im letzten Jahr hatte ich mich entschlossen, mich beruflich zu verändern. Sicher nach über 15 Jahren Tätigkeit in einer Firma nicht ganz ungewöhnlich, aber doch ein ziemlich einschneidender Schritt. Insbesondere wenn es dabei um die Trennung von einer ganz besonderen Firma und von ganz besonderen Kollegen geht.

Jedenfalls war es im Frühjar dieses Jahres dann so weit, “Goodbye” zu sagen. Natürlich hatte sich unser Rallye-Projekt über unerklärliche Kanäle des Buschfunks bereits verbreitet und zum Abschied schenkten mir meine Kollegen einen Wagenheber. Einen Wagenheber? Was ist aber denn bitteschön so besonders an einem Wagenheber?

Dies wird bei näherer Betrachtung des guten Stückes deutlich: hierbei handelt es sich um ein absolutes Unikat. Unbezahlbar - weder mit VISA, noch mit irgendeiner anderen Kreditkarte dieser Welt. Und auch nicht kopierbar. Simply the best!

Das gute Stück ist in der Farbe des Unternehmens lackiert, einschließlich Firmenlogo und mit den Unterschriften aller Kollegen in weißer Farbe versehen! Ein handverziertes Einzelstück! So einmalig wie die Firma und die Leute dort.

Irgendwie drängte sich mir der Name Blue Jack für das exklusive, blaue Werkzeug auf. “Gib mal bitte den Wagenheber rüber!” klänge ja unwürdig. Hoffentlich werden wir den Blue Jack unterwegs abseits jeglicher Zivilisation nicht oder nur selten benötigen. Oder falls doch, bin ich sicher dass er uns immer genügend Bodenhaftung und Standsicherheit geben wird. Und dabei an so manch nette Story der Vergangenheit und die ehemaligen Kollegen daheim erinnert.

Möglicherweise gehört der Blue Jack sogar ins Museum für moderne Kunst …

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Er ist ein Model …

… und er sieht gut aus!

Diese Zeilen des Ohrwurms von Kraftwerk aus meiner frühen Jugend - der sich allerdings im Original um eine Sie drehte - summten mir sofort durch den Kopf, als ich heute Morgen unseren YellowCruiser auf dem DAKTEC-Stand der Messe Abenteuer-Allrad in Bad Kissingen sehe.

W-a-h-n-s-i-n-n!

Herr Krüger von DAKTEC hatte uns schon vor einigen Wochen gefragt, ob er unseren Toyo als Referenz für den Umbau auf der Messe ausstellen kann. Natürlich, ist ja eine schöne Sache - und ein Blickfang sowieso. Allerdings war der Toyo zum Zeitpunkt unserer Zusage noch nicht gelb foliert.  Sicher gewinnt er jetzt noch mehr Aufmerksamkeit - und das Feedback sowohl vom DAKTEC-Team als auch von verschiedenen Messebesuchern ist durchweg positiv. Also, an dieser Stelle noch einmal Danke DAKTEC (Umbau) und Autvertising (Folierung)! Volker und René, die den Toyo während der letzten Tage mit Folie versehen haben und heute mit auf der Messe sind, sind sichtlich stolz auf ihr Werk. Das dürfen sie auch, denn immerhin haben sie mit dem YellowCruiser ein Unikat geschaffen.

Ansonsten ist die Abenteuer-Allrad wie erwartet ein Eldorado für alle Offroader und Freunde des Abenteuers abseits der üblichen Pfade. Allerdings stellt Petrus uns und die Aussteller heute auf eine ganz besonders harte Probe, denn nicht nur dass es gießt wie aus Eimern, dazu bläst auch noch ein gehörig starker Wind. Dieser macht so einigen Zelten, Fahnen und Bannern äußerst stark zu schaffen und sorgt dafür, dass der Regen auch in jeder noch so abgelegenen Ecke der Messe ankommt. Aber es gibt ja bekanntlich kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung. Zum Glück kommt wenigstens zwischendurch die Sonne manchmal durch und lässt uns einige Fotos machen.

Auch Frauen lieben große Autos
Regen & Sturm, aber trotzdem viel los
Die Sonne zeigte sich dann doch
Ein anderer schöner Toyo

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YellowCruiser

Nachdem der Toyo gestern frisch von der Folierung gekommen ist, musste ich doch gleich einige Bilder in der freien Natur machen. Ich bin begeistert - mit dieser Farbe haben wir die richtige Entscheidung getroffen! Garantiert fällt der Toyo damit viel mehr auf als vorher. Na wir werden mal sehen, in welchen Zeitschriften und anderen Medien wir ihn in der nächsten Zeit sehen werden …

Heute Nachmittag, etwa zur Hälfte meiner 10km Laufrunde, ging mir dann plötzlich ein Name für den gelben Toyota Landcruiser durch den Kopf  und ließ mich nicht wieder los: “YellowCruiser”.  Gegen solche Gedanken beim Laufen kann man sich nicht wehren, sie sind einfach da. Das ist das Schöne am Laufen. Wenn man mit sich und der Pulsuhr allein laufend unterwegs ist, geht einem ziemlich viel Sinn und Unsinn durch den Kopf. Je länger die Strecke, desto mehr (Un-) Sinn. “YellowCruiser”, eigentlich gar kein schlechter Name für ein solches Auto. Denke ich die restlichen 5km, die damit wie im Flug vergehen. Und entschließe mich, diesen Namen für unser Race-Car aufzugreifen.

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